Banden plündern Kambodschas Urwälder - bald mit Gütesiegel der EU?

Jagd auf die Holzmafia


Sie kommen mit Baggern und Kettensägen, Feuer und Stahl: In den Urwäldern Kambodschas schlägt eine Holzmafia tiefe Schneisen in den ursprünglichen Regenwald, dessen Schutz die EU mit Millionen subventioniert. Die seltenen Baumriesen werden über die Grenze nach Vietnam geschafft und von dort aus weiterverkauft - bald auch in die EU?

Kapitel 1: Die Jäger

Wer die Machenschaften der Tropenholzmafia aufdecken will, braucht Geduld. Und freie Sicht auf die Straße. Deshalb sitzen die Ermittler seit zwei Tagen in einem stickigen Zimmer im dritten Stock eines Hotels im Provinznest Snuol im Osten Kambodschas. Der Ventilator schlägt die schwüle Luft um, das Doppelbett teilen sie sich zu fünft. Auf dem Tisch stapeln sich leere Energydrink-Dosen, der Aschenbecher quillt über.

Das Team arbeitet in Schichten: Während drei der Männer auf dem Bett dösen, beobachten die anderen durch das vergitterte Fenster den Verkehr auf der staubigen Hauptstraße.

Genauer: die LKW, die in Richtung der nahen Grenze zu Vietnam donnern:


Seit Jahren deckt Leng Ouch die Geschäfte der Holzbarone auf. Sein wichtigster Partner ist der Deutsche Marcus Hardtke, der in Kambodscha das Landesbüro der Umweltorganisation Global Witness aufgebaut hat. Beide sind studierte Juristen, man könnte besser sagen: Ökokriminalisten. Akribisch decken sie die Netzwerke hinter den Abholzungskommandos auf.

Die Kriminellen zerstören die letzten Urwälder Kambodschas, Rückzugsraum für viele vom Aussterben bedrohte Tierarten, darunter Waldelefanten, Malaienbären, Nashornvögel und seltene Wildkatzen wie Leoparden und Nebelparder.

Die Holzfäller haben es auf die teils jahrhundertealten Urwaldriesen abgesehen.

Auch sie gehören zu den letzten ihrer Art, von Afzelia xylocarpa, einer Johannisbrotbaumart, bis Xylia xylocarpa, dem burmesischen Eisenholz. Je seltener, desto wertvoller ihr Holz.

An der Spitze der Roten Liste bedrohter Arten und somit auch ganz oben auf der Einkaufsliste der Tropenholzbarone: Palisanderbäume.

Wegen ihrer teils rötlichen Maserung auch Rosenholz genannt. Bei Harry Potter beliebt für Zauberstäbe, von Musikern für den satten Klang von Gitarren und Flöten geschätzt. Die größte Nachfrage aber kommt aus China, wo schwere Sessel als Statussymbole und Buddha-Figuren aus Tropenholz als Glücksbringer gelten.

Das Ausmaß der Rodungen in Kambodscha lässt sich auf Satellitenbildern nachvollziehen:


Jede Lkw-Fuhre, die die Ermittler vom Hotelfenster aus beobachten, sei zwischen 30.000 und 50.000 Euro wert, schätzt Leng Ouch. Passiert die Ware die Grenze, verzehnfacht sich ihr Wert.

Manche Edelhölzer können auf dem Weltmarkt Spitzenpreise von bis zu 80.000 Dollar pro Tonne einbringen.

Auf der Plattform Alibaba, dem chinesischen Pendant zu Ebay, wurden bereits Betten aus Palisanderholz für mehr als eine Million Dollar versteigert.

Ouch und Hardtke tragen Beweise für den Kahlschlag zusammen. Abends hängen sie stundenlang in Bars rum, nicht selten an massiven Tischen aus Edelholz, um die Gespräche der Händler zu belauschen. Ouch ist wie ein Chamäleon, von Situation zu Situation schlüpft er in verschiedene Rollen: Wenn er von seinem Kampf zum Schutz der Wälder erzählt, verfällt er dem Pathos des Umweltaktivisten, der 2016 für sein Engagement mit dem renommierten Goldman-Preis ausgezeichnet wurde. Nach zwei Wochen im Dschungel geht er unrasiert und ungeduscht als Holzfäller durch.

Auf dem Dachgepäckträger seines Toyota Land Cruiser hat er immer eine Kühlbox dabei. Dosenbier ist der ideale Schmierstoff im Dschungel.

Nach ein paar Freigetränken lassen selbst bewaffnete Söldner Ouch an ihren Checkpoints passieren:


Wer das Geschäft der Holzmafia stört, wird wie Ouch eingeschüchtert. Oder gleich getötet: Während unserer Recherchen wurden drei Waldschützer von kambodschanischen Grenzpolizisten erschossen. Das Team hatte Kettensägen von vietnamesischen Holzfällern konfisziert.

Kapitel 2: Lizenz zum Kahlschlag


Am Nachmittag folgen die Waldschützer in ihrem Geländewagen den Trucks, die ihre Fracht in einem Depot nahe der vietnamesischen Grenze abgeladen haben und nun in die Wälder zurückkehren. Bald geht es von der asphaltierten Hauptstraße auf eine Sandpiste. Trockenes Buschland bis zum Horizont. Die Trockenzeit ist die Hauptsaison der Holzfäller, der Regen macht viele Wege unpassierbar.

Die Lkw, die uns entgegenkommen, tragen keine Nummernschilder. Die Trucks werden von SUVs eskortiert. "Die fahren voraus und zahlen an den Checkpoints und bei Polizeikontrollen die Schmiergelder, damit die Lkw passieren dürfen", erklärt Ouch.

Plötzlich ruft er: "Kameras runter!"

Zu spät. Der Späher, ein junger Mann, der auf den Lenker seines Motorrads gelehnt am Wegrand steht, hat uns längst entdeckt. Er zieht eine Maske über sein Gesicht und filmt mit seinem Handy die vorbeirollenden Waldschützer. "Jetzt wissen alle, dass wir hier sind", flucht Ouch. Weiterfahren. Aussteigen wäre jetzt zu gefährlich.

Die plötzliche Leere ist bedrückend.

Nach einer Stunde Fahrt durch dichten Wald rumpelt das Auto auf eine riesige Lichtung, die die Holzfäller mitten in das Schutzgebiet geschlagen haben. Überall brennt es, Rauchschwaden verdunkeln den Horizont.

Bulldozer reißen Wurzeln aus der Erde, schieben Büsche und kleine Bäume zu neuen Scheiterhaufen zusammen. Dazwischen verkohlte Baumstümpfe, Artefakte des Waldes, der hier noch vor Kurzem stand. Eine apokalyptische Szenerie:


Diese Politik der verbrannten Erde hat einen Namen: Economic Land Concessions (ELC), Pachtverträge für gigantische Agrarvorhaben. Mindestens zwölf Prozent der Landesfläche - über die Hälfte der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche - hat Kambodschas Regierung in Form von ELCs verschachert.

Mindestens 420.000 Menschen wurden seit 2003 durch Zwangsräumungen vertrieben, Landlose im eigenen Land.

Die Widerständigen, die ihre Häuser und Felder gegen die Bulldozer verteidigen wollen, werden von der Militärpolizei geschlagen oder gar erschossen.

Nach dem Willen der Regierung sind ELCs dennoch das Mittel der Wahl für Entwicklung und Fortschritt. "Mit Entwicklung hat das nichts zu tun", findet Hardtke. "Das ist reine Zerstörung."

Wenn man auf einer Karte die Grenzen der verpachteten Flächen und die verbliebenen Wälder übereinanderlegt, ergeben sich viele Überschneidungen. Kein Zufall, sagt Hardtke: "Viele der Konzessionen dienen bloß als Vorwand, um sich die besten Waldstücke rauszugreifen." Eine Lizenz zum Kahlschlag:


Statt der versprochenen Plantagen bauen die Eigentümer zunächst Sägewerke - offiziell, um die Flächen von den störenden, aber wertlosen Bäumen befreien zu können. Tatsächlich greifen sie sich gezielt die wertvollsten Bäume heraus, der Rest wird gerodet und verbrannt. Hardtke und Ouch haben Dutzende Fälle dokumentiert, in denen die Holzfäller weit über die Grenzen der gepachteten Flächen hinaus Bäume aus dem umliegenden Wald schlugen.

Wenn der letzte Baum gefällt ist, warten die Holzbarone auf die meistbietenden Agrarunternehmen, meist aus China, Vietnam, Thailand oder Malaysia, die später Kautschuk oder Pfeffer in Monokulturen anpflanzen.

Nicht selten aber bleibt dort, wo einst Wald stand, statt der versprochenen Plantage nichts als Brachland.

Kapitel 3: Raubholz für den Weltmarkt

Ouch und Hardtke setzen auf investigative Ermittlungen. So deckten sie etwa auf, dass die Deutsche Bank und die Weltbank zwei vietnamesischen Firmen Kredite für Kautschukplantagen gewährt hatten. Auch diese Plantagen wurden in Kambodschas geschützten Wäldern errichtet.

Gegenüber den internationalen Geberländern, die das bitterarme Kambodscha finanziell unterstützen, bekennt sich die Regierung zum Schutz der Wälder. Premierminister Hun Sen, der seit 33 Jahren an der Macht ist, gründete eine Sondereinheit für den Kampf gegen die Holzmafia, ausgestattet mit zwei Armeehelikoptern, die illegale Holzfällercamps mit Raketen beschießen sollen.

In der Vergangenheit hatte Hun Sen gar getönt, sollte er den illegalen Kahlschlag nicht stoppen, werde er sich seinen Kopf abschneiden.

Martialische Lippenbekenntnisse.

Tatsächlich verdient Kambodschas Elite am Ausverkauf der Wälder kräftig mit. Während auf dem Land weiterhin Armut herrscht, bereichert sich der Geldadel im Dunstkreis des allmächtigen Premierministers hemmungslos am Raubholzhandel. In der Hauptstadt Phnom Penh sprießen glitzernde Kasinos und Hotels in die Höhe.

Einer der Holzbarone hat sich in der Provinz, deren Wälder er abholzt, eine Villa bauen lassen. Sein Rolls-Royce parkt neben den Ochsenkarren der Bauern.

Während sich einige wenige mit dubiosen Geschäften die Taschen vollstopfen, lähmt die Korruption die Wirtschaft. Hardtke bringt die ökonomische Schieflage Kambodschas auf eine paradoxe Formel: "Baumstämme exportieren, Zahnstocher importieren."


Der Kampf gegen die Abholzung, dem sich die Regierung nach außen hin verpflichtet, erweist sich immer wieder als Farce. Dem General, der vom Premierminister beauftragt wurde, den illegalen Holzfällern das Handwerk zu legen, wiesen Ouch und Hardtke seine zentrale Rolle im illegalen Holzhandel nach.

Razzien der Forstbehörden gegen Holzfäller entpuppen sich meist als geschickt inszenierte Revierkämpfe zwischen rivalisierenden Holzbaronen, die Forstbeamte schmieren, um die Ware ihrer Konkurrenten konfiszieren zu lassen.

Anschließend wird das beschlagnahmte Holz weiterverkauft. Offiziell behauptet die Regierung inzwischen schlicht, illegale Abholzung im großen Stil gebe es in Kambodscha nicht mehr.

Ouch und Hardtke entlarven die Behauptungen der Regierung als Lügen. "Unsere Recherchen müssen wasserdicht sein, die Ergebnisse müssen vor Gericht bestand haben", sagt Hardtke, selbst wenn er längst nicht mehr auf Gerechtigkeit vor kambodschanischen Gerichten hofft. Stattdessen veröffentlichen Hardtke und Ouch international beachtete Berichte, etwa über die Environmental Investigation Agency (EIA), in denen sie nachweisen, wie das Raubholz über Schmuggelrouten seinen Weg auf den Weltmarkt findet:


Und wenn die gefällten Urwaldriesen aus Kambodscha nun bald auch in die EU gelangen? Und das ganz legal? Europäische Unternehmen, die Holz importieren wollen, müssen bisher selbst nachweisen, dass ihre Ware legal ist. Mit einem Abkommen soll sich das nun ändern - das sperrige Kürzel: FLEGT-VPA (Forest Law Enforcement, Governance and Trade - Voluntary Partnership Agreement). Es besagt, dass die Exportländer wie Vietnam schon vor dem Export kontrollieren, ob ihr Tropenholz aus legalen Quellen stammt.

Im Gegenzug will die EU die Importkontrollen für Holz aus Vietnam aufheben.

Doch was, wenn das Holz gar nicht in Vietnam gefällt, sondern in Wahrheit illegal aus Kambodscha geschmuggelt wurde? Und das aus Gebieten, in deren Schutz die EU Millionen investiert?

Kapitel 4: Der Informant


Der Virachey-Nationalpark, das größte Naturschutzgebiet Kambodschas, liegt im Nordosten des Landes, im Dreiländereck zwischen Laos und Vietnam. Auf seinen Hügeln wächst dichter, immergrüner Regenwald, so abgelegen, dass Teile des Waldes als vom Menschen unberührte Natur gelten.

Am Eingang zum Nationalpark stehen Schilder, auf denen das EU-Wappen prangt. Europa will den Wald im Virachey-Nationalpark mit Millionenbeträgen schützen.

Hardtke und Ouch sind mit einem Informanten verabredet, der bis vor einigen Jahren selbst als Holzfäller gearbeitet hat. Der Informant empfängt das Team in einem Dorf, einer Ansammlung von Stelzenhäuschen zwischen Cashewnussbäumen. Seinen Namen will der Mann nicht nennen, denn was er zu berichten hat, könnte ihn in Gefahr bringen.

Er führt das Team in den Wald. Im Dorf traut er sich nicht, offen zu sprechen, denn manche seiner Nachbarn würden noch immer als Holzfäller arbeiten. Er will Ouch und Hardtke zeigen, was im Nationalpark vor sich geht.

Auf Motorrädern fährt das Team tief in den Dschungel, auf schmalen Pfaden, durch Flüsse und haushohe Bambushaine, über den Köpfen ein dichtes Geflecht aus korkenzieherförmigen Rattanschlingen und dornenbespickten Lianen:


Die Waldschützer verbrennen das wertvolle Holz - so lässt es sich nicht mehr zu Geld machen. Eine bewährte Methode. Hardtke hat in Kambodscha ein besonderes Modell des Waldschutzes etabliert: Patrouillen, rekrutiert aus den Dörfern der indigenen Bevölkerung. Die Wälder bieten ihnen Honig und Pilze, Rattan und Baumharz, im Unterholz jagen sie Vögel und Wildschweine.

Niemand kennt den Wald so gut wie die Leute, die in und von ihm leben. Wer also wäre besser geeignet, ihn zu schützen?

Die Idee der Patrouillen ist einfach: 20 bis 30 Männer, unbewaffnet zwar, aber den Holzfällern zahlenmäßig weit überlegen, ziehen los, um das illegale Treiben zu stören. Kettensägen beschlagnahmen, Holz verbrennen. Die Abholzungskommandos zum Verlustgeschäft machen.

Die Holzfäller sind bloß Handlanger, die selten mehr als fünf Dollar pro Tag verdienen, obwohl sie Holz im Wert von Tausenden Dollar aus dem Wald schlagen. "Die Wurzel des Problems ist nicht die Armut der Leute. Die werden doch selbst bloß von den Bossen ausgenommen", sagt Leng Ouch. "Die treibende Kraft der Zerstörung sind die Käufer."

Erst wenn es keine Nachfrage nach Tropenholz mehr gäbe, würden die Bäume unangetastet bleiben.

Der Informant führt das Team weiter zu einem Holzfällercamp. Es ist verwaist. Unter einem Dach aus Plastikfolie baumelt noch eine Hängematte im Wind. Auf dem Waldboden liegt Müll verstreut: eine Packung Tabletten gegen Durchfall, Bierdosen, Zigarettenschachteln, abgenutzte Sägeblätter, Ölkannen, mit denen die Holzfäller ihre Kettensägen schmieren. Der Informant setzt sich. Zögerlich erzählt er, wer die Männer sind, die hier gehaust haben:


Kapitel 5: Das Abkommen

Hardtke und Ouch kennen solche Verträge, die Dorfvorsteher haben mit ihren Daumenabdrücken dem Abholzen zugestimmt. Oft würden die Indigenen bei einem Besäufnis zur Unterschrift genötigt. Der Informant beteuert, sein Dorf habe das Angebot der Vietnamesen abgelehnt.

Kurze Zeit später seien die Vietnamesen trotzdem wieder aufgetaucht - mit über hundert Holzfällern im Gefolge und bewaffneten Männern in Armeeuniformen.

Die Erzählung des Informanten deckt sich mit dem, was Leng Ouch in anderen Gegenden des Virachey-Nationalparks recherchiert hat. Seine Aufnahmen speichert Ouch auf seiner Festplatte. Ein gewaltiges Archiv, ein Protokoll der Zerstörung:


All diese Informationen trugen die Ermittler in öffentlich einsehbaren Berichten der Environmental Investigation Agency (EIA) zusammen. Darin überführte die EIA Vietnam 2017 zunächst als "Wiederholungstäter" und in diesem Jahr als "Serientäter". Außerdem wiesen sie nach, dass nicht nur aus Kambodscha illegales Holz nach Vietnam gelangt. Auch im Nachbarland Laos haben Rechercheure wie Ouch und Hardtke für die Environmental Investigation Agency (EIA) Beweise für den Kahlschlag zusammengetragen. Einige der Video-Aufnahmen in dieser Geschichte stammen von der Ermittlungen der EIA in Laos.

Ist Vietnam für die EU, die nur noch legales Holz importieren will, also ein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner?

Oder sind die Lizenzen, mit denen Vietnams Holzhändler künftig Tropenholz nach Europa liefern wollen, bloß wertlose Scheindokumente?

Das wollen wir von der EU wissen. Doch deren Vertreter lehnen wiederholt Interviewanfragen vom SPIEGEL ab. Nur der Leiter der Abteilung für internationale Forstangelegenheiten der Europäischen Kommission teilt auf Anfrage schriftlich mit: "In Gesprächen mit den vietnamesischen Behörden hat die EU wiederholt ihre Sorge über die Einfuhr von illegalem Holz aus Kambodscha zum Ausdruck gebracht und eine entschiedene Reaktion gefordert."

Zwar bewerte die EU einige der von Vietnam getroffenen Maßnahmen positiv, doch sei man "besorgt, dass die Fortschritte bislang unzureichend sind".

Die Verhandlungen einzustellen, sei jedoch keine Lösung. Der Deal dürfte nun bald in Kraft treten. Am 19. Oktober wurde das Abkommen von beiden Seiten unterzeichnet. Vietnam werde sich bessern, Kontrollen und Strafen würden das Problem bekämpfen. So die Hoffnung der EU.

Marcus Hardtke teilt diese Hoffnung nicht. Er fürchtet:

"Das Abkommen wäre ein Gütesiegel für die Mafia."


Das Team

Reporter Marius Münstermann und Fotograf Christian Werner hatten eine Mafia erwartet, die bei Nacht und Nebel in die Wälder schleicht. Doch der Raubbau am Regenwald ist in Kambodscha ein offenes Geheimnis. Vielerorts haben Kettensägenlärm und Dieselgestank längst Vogelgesang und Blütenduft verdrängt. Die Holzfäller schicken die voll beladenen LKW mit illegal geschlagenen Baumstämme offen einsehbar Richtung Vietnam.



Autor  Marius Münstermann
Kamera, Schnitt  Christian Werner
Weiteres Videomaterial  Environmental Investigation Agency (EIA)
Dokumentation  Klaus Falkenberg
Grafiken  Ferdinand Kuchlmayr, Anna-Lena Kornfeld
Motion Design  Lorenz Kiefer
Programmierung  Chris Kurt
Redaktion  Jens Radü