Berlin - Diesel-Autos gelten schon lange als Feinstaub-Schleudern, nun rücken auch Holzöfen ins Visier des Bundesumweltministeriums. Ein Sprecher bestätigte heute, dass es Pläne zu einer Novellierung der Bundesimmissionsschutzverordnung gebe. Er begründete die Maßnahmen mit dem wachsenden Ausstoß von Feinstaub aus holzbetriebenen Öfen. Die Novelle befinde sich derzeit in der Abstimmung zwischen den Ressorts.
Nach Angaben des Ministeriums gibt es in Deutschland rund 30 Millionen Kleinfeuerungsanlagen, von denen die Hälfte mit Holz befeuert wird. Die Staubemissionen aus den Holzöfen betrugen im Jahr 2005 rund 24 Millionen Tonnen. Die Tendenz ist steigend, weil mit steigenden Öl- und Gaspreisen Holzöfen wieder an Attraktivität gewonnen haben.
Von der Neuregelung nicht betroffen sind Öfen, die mit gepressten Holzpellets befeuert werden. Sonstige bestehende Anlagen sollen Grenzwerte einhalten. Eventuell müssten die Anlagen mit einem Filter nachgerüstet oder langfristig ausgetauscht werden.
wal/ddp
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