Kostensenkung Lufthansa will Milliarden sparen

Die Lufthansa spürt die Wirtschaftskrise immer stärker - und muss radikal sparen. Die größte deutsche Fluggesellschaft will die Kosten bis 2011 um jährlich eine Milliarde Euro senken. Auch Stellen im Konzern stehen zur Disposition.


Frankfurt am Main - Der Druck in der Airline-Branche nimmt zu. Die Lufthansa Chart zeigen will ihre Kosten im Passagierverkehr deshalb nachhaltig senken. Das Ziel: bis 2011 jährlich eine Milliarde Euro einsparen. Entsprechende Pläne zitiert das "Handelsblatt" aus einem Brief des Lufthansa-Passage-Vorstands Christoph Franz an die Mitarbeiter. Eine Konzernsprecherin bestätigte die Angaben am Donnerstag.

Lufthansa-Maschine auf dem Düsseldorfer Flughafen: Neues Sparprogramm "Climb 2011"
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Lufthansa-Maschine auf dem Düsseldorfer Flughafen: Neues Sparprogramm "Climb 2011"

Nach Verlusten im ersten Quartal werde sich auch bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen Ende Juli "eine Fortsetzung dieses Negativtrends zeigen", heißt es in dem Schreiben des Lufthansa-Managers. Der Konzern habe deshalb ein Sparprogramm unter dem Namen "Climb 2011" aufgelegt.

Demnach will Deutschlands größte Fluggesellschaft mittelfristig vor allem im Bereich der Verwaltung des Geschäftsfelds Passage - also des Passagierverkehrs - bis zu ein Fünftel der Mitarbeiter einsparen. Den hohen Kostendruck habe Franz mit unerlässlichen Investitionen in die Flugzeugflotte begründet, schreibt die Zeitung.

Neben dem geplanten Stellenabbau kündigte er an, dass die Lieferanten "innerhalb und außerhalb des Konzerns" ihren Beitrag leisten müssten. Über die konkreten Maßnahmen würden derzeit im Passage-Vorstand beraten. Die Ergebnisse sollten in den kommenden Wochen vorgestellt und "mit Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß" umgesetzt werden.

Analysten hatten bereits erwartet, dass die Lufthansa wegen der anhaltenden Nachfrageflaute noch mehr sparen muss. Zuletzt hatte der Konzern angekündigt, die Kosten im laufenden Jahr über eine Kürzung des Angebots und geringere Material- und Marketingkosten um 300 Millionen Euro zu senken.

yes/Reuters



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