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05. September 2007, 07:53 Uhr

Kräftiger Linksdrall

Geißler hält Hartz IV für menschenunwürdig

Erst sein Engagement bei Attac, jetzt die Linkswende in der Arbeitsmarktpolitik: Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler sieht durch Hartz IV die Menschenwürde verletzt. Mit ähnlichen Worten war bisher vor allem die Partei die Linke aufgefallen.

Berlin - Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat die Arbeitsmarkreform Hartz IV als menschenunwürdig eingestuft. "Hartz IV führt dazu, dass die Lebens- und Arbeitsleistung vieler nicht geachtet wird. Hier wird die Menschenwürde verletzt", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

CDU-Politiker Geißler: "Hier wird die Menschenwürde verletzt"
DDP

CDU-Politiker Geißler: "Hier wird die Menschenwürde verletzt"

Ähnlich argumentiert auch die Partei die Linke. Besonders pikant: Den Hartz-Reformen hatte unter Rot-Grün auch Geißlers eigene Partei, die CDU, im Bundesrat zugestimmt.

Anders als die Linke forderte Geißler aber nicht die Abschaffung der Hartz-IV-Reform, sondern - wie andere Unionspolitiker - eine Anhebung der Leistungen. Die Bundesregierung will die Notwendigkeit dafür ohnehin prüfen.

Geißler hatte in den vergangenen Monaten immer wieder von sich reden gemacht, weil er sich bei dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac engagiert.

wal/dpa-AFX

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