Italien: Krankenschwester drückte sich neun Jahre vor der Arbeit
In neun Jahren erschien sie insgesamt nur sechs Tage zur Arbeit: Eine Italienerin ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie ihrem Arbeitgeber Krankheiten vorspielte. So legte sie Atteste über Komplikationen in der Schwangerschaft vor, obwohl sie niemals schwanger war.
Bologna - Ein Gericht in Bologna hat eine italienische Krankenschwester zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil sie sich fast neun Jahre lang mittels falscher Atteste vor ihrer Arbeit drückte. Silvia Sarti sei in den neun Jahren nur an sechs Tagen bei ihrem Arbeitgeber, dem Krankenhaus Sant'Orsola, erschienen, berichteten italienische Medien am Freitag. Die Frau müsse dem Krankenhaus zudem 25.000 Euro Wiedergutmachung zahlen, berichtete die Lokalausgabe der Tageszeitung "La Repubblica".
Nach dem Bericht von "La Repubblica" wird außerdem gegen den Gynäkologen eines anderen Krankenhauses ermittelt, der der Krankenschwester falsche Atteste über zwei kompliziert verlaufende Schwangerschaften ausgestellt haben soll. Doch die Frau war niemals schwanger.
Sarti steht ein weiterer Prozess wegen anderer falscher Arztatteste bevor. Weil die Krankenschwester ohne Vorstrafe ist, kann sie die zweijährige Haftstrafe im Hausarrest verbüßen.
cte/AFP
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