Kreditkrise Anbieter melden über zwei Millionen geplatzte US-Hypotheken

Die Immobilienkrise trifft erschreckend viele US-Bürger: Laut Zeitungsbericht konnten im letzten Jahr 2,2 Millionen Haushalte ihre Hypothek nicht zahlen. Zudem gab es 75 Prozent mehr Zwangsvollstreckungen von Darlehen als im Vorjahr.


New York - Millionen Amerikaner können sich ihr eigenes Haus nicht mehr leisten: Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" schoss die Zahl der Zwangsvollstreckungen von Hypothekendarlehen im vergangenen Jahr um 75 Prozent nach oben. Insgesamt gab es 2,2 Millionen Hypothekenausfälle, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Immobiliendatenanbieter. Mehr als ein Prozent aller US-Haushalte wäre demnach betroffen.

Verkaufsschilder im US-Staat Vermont: Sichtbarer Werteverfall
AP

Verkaufsschilder im US-Staat Vermont: Sichtbarer Werteverfall

Gegen Jahresende sei die Zahl der Kreditausfälle noch einmal kräftig gestiegen: Im Dezember verdoppelte sie sich fast im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die höchste Rate verzeichnete den Angaben zufolge der Bundesstaat Nevada - hier sind 3,4 Prozent der Haushalte betroffen. Dahinter folgten Florida, Michigan und Kalifornien.

Experten erwarten keine schnelle Besserung der Lage. Da bei zahlreichen Darlehen im laufenden Jahr eine automatische Zinserhöhung ansteht, gilt ein weiterer Anstieg der Ausfallraten als möglich.

US-Hausbesitzer leiden durch die Kreditkrise unter einer deutlich geringeren Nachfrage und sinkenden Preisen auf dem Immobilienmarkt. Ihre Häuser als Sicherheiten verlieren damit deutlich an Wert. Zudem können sie nicht mehr wie bisher die Eigenheime gewinnbringend verkaufen und damit ihre teils immensen Kredite umschulden.

ssu/dpa



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