Kreditkrise KKR-Tochter kann Schulden nicht zurückzahlen

Finanzinvestor in Zahlungsschwierigkeiten: Die börsennotierte Tochter der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts hat die Rückzahlung von Schulden zum zweiten Mal aufgeschoben. Die Kredite waren mit Hypotheken-Papieren besichert.


New York - Zwei Wochen - so viel Zeit braucht KKR Financial, um neues Geld zu finden. Man führe Verhandlungen über eine Umschuldung und habe die Rückzahlung deshalb bis zum dritten März verschoben, teilte die Tochter des US-Hedgefonds Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) der US-Börsenaufsicht heute mit. KKR Financial benötigt einige Milliarden US-Dollar zur Begleichung kurzfristiger Schulden.

Damit verschiebt sich die Rückzahlung der Kredite schon das zweite Mal innerhalb von sechs Monaten - was die Börsen und Kreditmärkte in Asien und Europa belastete. Die Aktien von KKR fielen bei Börsenbeginn um mehr als sieben Prozent, nachdem sie vorbörslich sogar mehr als 17 Prozent ins Minus geraten waren. Die Nachricht löste neue Bedenken über die Liquidität in den USA aus und verstärkte die Furcht, Investoren könnten ihr Geld aus den asiatischen Märkten abziehen, um Verpflichtungen in anderen Teilen der Welt damit zu erfüllen.

KKR ist mit zwölf Prozent an KKR Financial beteiligt. Als neue Fälligkeitstermine für die Rückzahlung der Kredite hat KKR nun den 3. März und den 13. März vereinbart.

sam/Dow Jones/dpa-AFX/Reuters



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