Krisenbekämpfung Wirtschaftsforscher rät zum Kinderkriegen

Babypause in der Krise: Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts in Halle will Arbeitslosigkeit und Jobverlust mit einer ungewöhnlichen Maßnahme begegnen. Junge Leute sollten einfach Kinder kriegen - und so den Abschwung überbrücken.


Berlin - Es ist ein interessanter Weg, die Krise zu umgehen: Angesichts der Rezession und der Probleme auf dem Arbeitsmarkt hat der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, junge Leute zum Kinderkriegen ermuntert. In der Krise werde die Erwerbstätigkeit erheblich sinken, sagte der 55-Jährige der "Bild"-Zeitung". "Warum nutzen wir dies nicht familienpolitisch, indem sich junge Paare jetzt den Kinderwunsch erfüllen?"

Blum sprach sich in diesem Zusammenhang für mehr Unterstützung werdender Eltern durch den Staat aus. So müsse unter anderem der Kündigungsschutz für denjenigen Elternteil verbessert werden, der weiterhin einen Arbeitsplatz habe. Bei Jobverlust oder freiwilliger Aufgabe des Jobs sollte es einen besseren Kündigungsschutz für den anderen berufstätigen Partner geben, sagte Blum. Das könne zusätzliche Sicherheit geben, den Partner "zur Babypause in der Krise" zu motivieren.

sam/AFP



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