Krisentreffen Emirates kritisiert Mängel am Airbus A380

Angeschmorte Stromkabel, defekte Triebwerke und jede Menge Pannen: Die arabische Fluglinie Emirates ist nach Informationen des SPIEGEL unzufrieden mit der Qualität des A380, von dem sie 58 Stück bestellt hat. Nun kam es zu einem Krisentreffen zwischen Managern von Airbus und Emirates.


Ärger um Großbestellung. 58 Exemplare des A380 hat die arabische Fluglinie Emirates bei Airbus geordert. Doch offenbar ist sie sehr unzufrieden mit der Qualität des Flugzeugs. Mitte Februar kam es in Toulouse zu einem Krisentreffen zwischen Top-Managern von Airbus und seines Großkunden, bei dem Emirates massive Kritik an dem Großraumflugzeug übte.

In einem 46-seitigen Foliensatz präsentierten die Luftfahrtexperten unter anderem Fotos von angeschmorten Stromkabeln, teilweise abgerissenen Verkleidungsblechen oder defekten Schubdüsenteilen der Triebwerke.

Außerdem führen die Emirates-Manager detailliert die Ausfälle der von ihnen betriebenen vier Jets auf. Allein neunmal, rügen sie, habe der A380 am Boden bleiben müssen, 500 Einsatzstunden gingen so verloren. In 23 Fällen hätten kurzfristig Ersatzmaschinen beschafft werden müssen.

Kleinere Pannen, heißt es in der Präsentation weiter, würden im Schnitt alle zwei Tage anfallen. Ein Airbus-Sprecher versicherte gegenüber dem SPIEGEL, der Konzern nehme die Kritik des Kunden Emirates "sehr ernst". Man unternehme "alles, um auftretende Fehlermeldungen so schnell wie möglich zu beheben". Die Probleme würden "bis zur Wurzel verfolgt und beseitigt".

Airbus habe an den Einsatzorten des A380 inzwischen zusätzlich Ersatzteile gelagert. Auch die eigens für die Betreuung des Jets abgestellte schnelle Eingreiftruppe des Konzerns solle personell verstärkt werden.

Erst vor kurzem hatte die australische Fluglinie Qantas drei A380 wegen technischer Defekte stilllegen müssen.

lub

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Sgt_Pepper, 03.02.2009
1. ???
Zitat von sysopPannen beim A380, A350 und A400M - hat der europäische Flugzeughersteller Airbus sich mit gleich drei Großprojekten übernommen?
Von dem A350 wurden inzwischen 478 (!) Stück bestellt. Das heißt, Airbus ist schon vor Auslieferung des ersten Flugzeugs locker in der Gewinnzone. Der A380 hat sich durchgesetzt, 12 wurden schon ausgeliefert - die Gesamtbestellungen belaufen sich auf 198 Stück. Übernommen hat sich EADS / Airbus allein mit dem A400. Offensichtlich laufen ihnen die Kosten davon, während die Verkaufspreise festgeschrieben wurden...
kikolo, 03.02.2009
2.
was um himmels willen will die bundeswehr mit 60 riesen transport flugzeugen ...ja das glaub ich auch... .....bundeswehr abschaffen was man nicht hat kann man auch nirgends hinschicken...
Realo, 03.02.2009
3. Mal eine "dumme" Frage.....
....weil ich mich mit Flugzeugen wirklich nicht auskenne, bin nur Passagier..... Die Bundeswehr braucht ein neues Transportflugzeug, das steht fest, die Transall ist uralt. Die Russen bauen doch da riesige Maschinen, könnte man da nicht kaufen ? Oder geht das wieder nicht wg. Nato usw....?
nairobi 03.02.2009
4.
Zitat von sysopPannen beim A380, A350 und A400M - hat der europäische Flugzeughersteller Airbus sich mit gleich drei Großprojekten übernommen?
Man ist in einen Wettbewerb der Visionen eingestiegen und vieles versprochen, was man nicht einhalten konnte. Aber damit ist Airbus nicht allein, vor allem nicht in der Branche! Auf der anderen Seite das Atlantiks sieht es nicht anders aus. Dort überflüglt man Airbus bei den Pannen noch. Dort werden ganze Projekte aufgelegt und anschliessend wieder eingestampft. Und die 787 droht zum Nightmareliner zu werden!
Michael B. 03.02.2009
5.
Zitat von kikolowas um himmels willen will die bundeswehr mit 60 riesen transport flugzeugen ...ja das glaub ich auch... .....bundeswehr abschaffen was man nicht hat kann man auch nirgends hinschicken...
Haben Sie auch inhaltlich etwas zu sagen? Die A400M ist nicht riesig, sie ist zwar grösser als die Hercules und Transall aber bei weitem kleiner als eine C17 oder AN-124. Aber sie wollten ja eh nur ihr "bundeswehr abschaffen" loswerden und das gleich zweimal, als ob der Doppelpost ihren Wortbrocken mehr Sinn gäbe.
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