Kritik an Linksruck Milliardär Würth warnt Deutsche vor "Edel-DDR"

Schraubenkönig Reinhold Würth sieht die Bundesrepublik auf dem Weg in eine "Edel-DDR". Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, Reichensteuer – all das erinnert den Unternehmer nach eigenen Aussagen an den Honecker-Staat.


Leutkirch – Der Milliardär zürnt. "Wir werden spätestens 2013 eine rot-rot-grüne Koalition haben. Dann kommt das ganze Folterwerkzeug wieder heraus", sagte der Unternehmer der "Schwäbischen Zeitung". "Die Erbschaftsteuer wird erhöht, die Vermögensteuer und neue Reichensteuern eingeführt. Wir befinden uns auf einem geradlinigen Weg in eine DDR-ähnliche Zeit, in eine Edel-DDR."

Unternehmer Würth: DDR-ähnliche Zeit?
DDP

Unternehmer Würth: DDR-ähnliche Zeit?

Würth, der mit einem geschätzten Vermögen von fünf Milliarden Euro zu den zehn reichsten Deutschen gehört, sagte weiter: "Die Gewinne, die ich in diesen jetzt 58 Jahren gemacht habe, sind schon mal im Durchschnitt zu 50 Prozent versteuert worden. Wenn die Erbschaftsteuer kommt, dann sind noch mal mindestens 15 Prozent weg. (...) Dann blieben also gerade mal 35 Prozent übrig."

Angesichts des hoch verschuldeten Staatshaushalts drohe im Falle einer rot-rot-grünen Regierung sogar eine Verschärfung: Wenn es nach Linksparteichef Oskar Lafontaine gehe, würden von den 35 Prozent, die den Vermögenden bleiben, nochmal die Hälfte weggenommen. "Dann bleiben noch 17 Prozent für unsere Unternehmen. Diese Rechnung beträfe den ganzen Mittelstand: Alle, die etwas erwirtschaftet haben, würden gnadenlos ausgenommen. Das geht nahe an den Kommunismus heran."

Der am 20. April 1935 in Öhringen im Hohenlohekreis geborene Würth hat mit einem kleinen Schraubenhandel begonnen und ist heute der weltgrößte Händler für Befestigungstechnik. Der Umsatz des Handelskonzerns Würth liegt bei 8,5 Milliarden Euro.

itz/dpa-AFX



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