Kurssturz bei Apple Börse bangt um Steve Jobs' Gesundheit

An der Börse kursieren Gerüchte über den Gesundheitszustand von Apple-Chef Steve Jobs, der schon einmal an Krebs erkrankt war. Finanzchef Oppenheimer reagierte auf Nachfragen ausweichend, bekräftigte aber, dass Jobs keine Pläne habe, den Konzern zu verlassen. Die Aktie gab trotzdem deutlich nach.


Cupertino - Steve Jobs ist Apple, und Apple ist Steve Jobs. Kaum ein Vorstandschef wird an der Börse so sehr mit seinem Unternehmen identifiziert wie er. Und kaum ein Unternehmen ist so sehr abhängig von einer einzelnen Führungskraft wie Apple.

Apple-Chef Steve Jobs (im Januar): Die Börse reagiert hypernervös
REUTERS

Apple-Chef Steve Jobs (im Januar): Die Börse reagiert hypernervös

In dieser Lage ist das Öffentliche privat, und das Private öffentlich. So wundert es wenig, wenn die Börse auf Gerüchte über Jobs' Gesundheitszustand hypernervös reagiert. In der Nacht zum Dienstag sackte der Aktienkurs von Apple im nachbörslichen Handel um fast zehn Prozent ab.

Ein Grund war der schwache Ausblick, den das Unternehmen für das vierte Quartal gab. Daneben wurden die Anleger aber auch durch Spekulationen verunsichert: Ist Steve Jobs erneut an Krebs erkrankt?

Ausgelöst wurden die Befürchtungen von einem Bericht der "New York Post". Die Zeitung zitiert mehrere Hedgefondsmanager, die den 53-Jährigen im Juni gesehen haben. Dabei sei der Manager deutlich dünner gewesen als sonst und habe einen insgesamt kranken Eindruck gemacht. Apple erklärte dies damals mit einem "Allerweltsbazillus".

Am Montagabend reagierte Finanzchef Peter Oppenheimer in einer Analystenkonferenz zurückhaltend. Fragen nach dem Gesundheitszustand von Jobs wollte er nicht beantworten, dies sei die Privatsache des Konzernchefs. Oppenheimer betonte aber, dass Jobs nicht beabsichtige, die Firma zu verlassen.

Jobs war schon einmal an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, bekam die Krankheit jedoch vor vier Jahren in den Griff. In den vergangenen Monaten hatte der Apple-Manager das Unternehmen nach einer vorübergehenden Krise wieder auf Erfolgskurs getrimmt. Apple hat bisher keinen Nachfolger für den charismatischen Chef aufgebaut.

wal/ddp/Reuters



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