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Landesbanken: Seehofer will keine Fusion von BayernLB und LBBW

Es ist eine klare Absage: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ist kategorisch gegen eine Fusion der BayernLB mit der Landesbank Baden-Württemberg. Zwei kränkelnde Institute würden zusammen nicht gesunden, glaubt er.

Hamburg/München - Horst Seehofer lehnt eine Fusion der BayernLB mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) entschieden ab. "Nach einer Restrukturierung, die schmerzhaft wird, ist unsere erste Priorität die Privatisierung der BayernLB", sagte Bayerns CSU-Ministerpräsident dem "Handelsblatt" laut einem Vorabbericht. Das wisse auch der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU).

Ministerpräsident Seehofer: Keine Fusion der BayernLB mit der LBBW
DPA

Ministerpräsident Seehofer: Keine Fusion der BayernLB mit der LBBW

Zwar rede man auch, wie Stuttgart es wünsche, über eine Fusion mit der LBBW. "Aber ich sehe bis jetzt keine Lösung darin, zwei Kränkelnde auf den gleichen Weg zu schicken und zu hoffen, dass sie gesunden", sagte Seehofer."

In scharfer Form kritisierte Bayerns Regierungschef die Handhabung des Bundesschirms zur Bankenrettung. "Wir haben als erste Bank den Antrag gestellt, die Commerzbank hat in kürzester Zeit viel Geld bekommen und wir sind nicht vorangekommen. Das bedauere ich sehr", sagte Seehofer. "Ich hätte gern die Konditionen gewusst, die man alle erfüllen muss, wenn man als Landesbank unter den Schirm will. Das weiß ich bis heute nicht", erklärte er.

Das für Mittwoch geplante Treffen mit den Ministerpräsidenten zum Thema Landesbanken sei ein "letzter Versuch", unter den Rettungsschirm zu gelangen. "Wir wollen endgültig wissen, wie sind die Konditionen beim Rettungsschirm? Das ist jetzt wirklich der letzte Versuch." Auf den Antrag der BayernLB gebe es seit Wochen keine Antwort. "Der Bundesschirm ist eine gute Idee, aber die Handhabung bei der BayernLB ist nicht in Ordnung", sagte Seehofer weiter.

flo/AP/ddp

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