New York - Die Ermittlungen im Libor-Skandal gehen voran. Laut "Wall Street Journal" bietet die US-Justiz mehreren Ex-Mitarbeitern der UBS Straffreiheit - wenn sie bei der Aufklärung des Falls helfen. Es handele sich um frühere Händler und Angestellte niederer Hierarchiestufen, berichtet die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf einen Insider. Eine Sprecherin des US-Justizministeriums wollte zu den Angaben keine Stellung nehmen.
Behörden prüfen mögliche Manipulationen der Referenzzinssätze Libor, Euribor und Tibor. Vor allem der Libor gilt als zentraler Zinssatz im Finanzsystem. Er zeigt an, zu welchem Preis sich Banken untereinander Geld leihen - und bildet damit die Basis für zahlreiche Immobilienkredite, Sparverträge und Anleihen im Volumen von vielen hundert Billionen Dollar.
Nur wenige der UBS-Angestellten, gegen die wegen möglicher Zinsmanipulationen ermittelt wird, arbeiteten noch bei dem Finanzinstitut, heißt es im "Wall Street Journal". Im Zuge der vierjährigen Ermittlungen habe die Schweizer Großbank etwa 20 Händler und Manager entlassen oder vom Dienst suspendiert.
ssu/dapd/dpa-AFX
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