Albany/USA - Sie haben Glück im Unglück: Einige der Opfer des Anlagebetrügers Bernard Madoff sollen 405 Millionen Dollar (323 Millionen Euro) Schadensersatz erhalten. Der Generalstaatsanwalt des US-Staates New York, Eric Schneiderman, teilte am Sonntag mit, er habe eine entsprechende zivilrechtliche Einigung zwischen dem Hedgefonds-Manager J. Ezra Merkin und Kunden Madoffs erreicht.
Merkin hatte vier Fonds mit Hunderten Anlegern geleitet und mehr als zwei Milliarden Dollar bei Madoff investiert. Die Entschädigung für die Opfer von Madoffs Schneeballsystem durch Merkin soll innerhalb der kommenden drei Jahre ausgezahlt werden. Der Staat New York soll fünf Millionen Dollar erhalten, um die Abfindung umzusetzen.
Madoff war im Dezember 2008 festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines komplexen Systems Tausende Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar betrogen hatte. Im Juni 2009 wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt. Im Prozess gestand er, die ihm anvertrauten Summen nie angelegt zu haben. Zu seinen Opfern zählen Banken, Privatleute und Wohltätigkeitsorganisationen.
Ein Sprecher Schneidermans sagte, er könne nicht abschätzen, welche Auswirkungen die Einigung auf andere Anleger haben würde, die ebenfalls Millionen durch Madoffs Schwindel verloren hatten.
yes/dapd
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