Mehr Mobilität DIW-Chef fordert Arbeitslose zum Umzug auf

Man muss nur wollen: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Zimmermann, hat Arbeitslose zu mehr Mobilität aufgefordert. Wer keinen Job habe, müsse eben pendeln - oder notfalls umziehen.


Dresden - Langzeitarbeitslose sollten die verbleibende Zeit des Aufschwungs zum Umzug nutzen, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, der "Sächsischen Zeitung". Noch dauere der Aufschwung an, doch wer sich aufmachen wolle, müsse es bald tun.

"Die Antwort auf Arbeitslosigkeit ist Bewegung", wird Zimmermann zitiert. Für dieses Jahr erwartet der Berliner Forscher in Deutschland 300.000 zusätzliche Stellen, für nächstes Jahr nur noch 90.000.

Langzeitarbeitslose müssten sich umsehen, ob es anderswo Beschäftigung gebe, also pendeln und notfalls umziehen, sagte Zimmermann. Zwar kenne er die Befürchtungen von Politikern, dass ganze Regionen durch Wegzüge entleert würden. Doch dazu trage schon der demographische Wandel bei.

Zimmermann wandte sich zugleich gegen neue Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gehören zum Schlechtesten, was man Arbeitslosen zumuten kann." Sie führten insgesamt zu weniger Beschäftigung.

wal/AP



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