Von Klaus Boldt
Hamburg - Die Brüder Karl, 88, und Theo Albrecht, 86, konnten auch 2008 die Plätze eins und zwei unter den reichsten Deutschen behaupten: Die beiden Aldi-Gründer verfügen über ein geschätztes Vermögen von jeweils über 17 Milliarden Euro. Ihr Vorsprung vor dem Drittplazierten, der Familie Porsche, die zuletzt von der guten Wertentwicklung ihrer Beteiligung an der Volkswagen AG profitierte, ist allerdings erheblich geschrumpft.
Dies geht aus der Liste "Die 300 reichsten Deutschen" des "manager magazin" hervor. Das jährliche Ranking erscheint bereits zum achten Mal, es ist die umfassendste Aufstellung ihrer Art.
Die diesjährige Rangliste der 300 reichsten Deutschen zeigt sich in hohem Maße von den Auswirkungen der globalen Finanzkrise beeinflusst. Anders als 2007 oder 2006 war in den vergangenen Monaten kein einheitliches Bild bei der Vermögensentwicklung mehr zu beobachten: Viele Familienunternehmen steigerten ihren Wert und erwiesen sich in ihrer Finanzkraft börsennotierten Konzernen ebenbürtig oder sogar überlegen wie etwa im Falle der Übernahme der Continental AG
durch die Schaeffler-Gruppe.
Namentlich Aktienvermögen wurden zuletzt in Mitleidenschaft gezogen. Zu spüren bekam dies nicht nur Susanne Klatten, 46, die reichste Frau der Republik, deren BMW-Beteiligung hohe Werteinbußen erlitt.
Weit empfindlicher traf der Einbruch des Börsenkurses Madeleine Schickedanz, 64, die Mehrheitsaktionärin von Arcandor
(ehemals KarstadtQuelle): Ihr Vermögen büßte über die Hälfte seines Wertes ein. Nur dank ihrer mittelbaren Beteiligung am Reisekonzern Thomas Cook konnte Schickedanz ihre Plazierung unter den 100 reichsten Deutschen halten.
Ein weiteres Ergebnis des Rankings von manager magazin: 122 Einzelpersonen oder Familien verfügen über ein Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro.
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