Milliarden-Deal IBM will Sun Microsystems übernehmen

Die Computerbranche steht vor einer Großübernahme. Laut "Wall Street Journal" will IBM den Konkurrenten Sun Microsystems aufkaufen - der Preis wird auf 6,5 Milliarden Dollar taxiert.


New York - Mega-Übernahme in der Computerindustrie: IBM Chart zeigen will einem Pressebericht zufolge den Konkurrenten Sun Microsystems Chart zeigen schlucken. Die Übernahme könne noch diese Woche verkündet werden, berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe.

Sun Microsystems: Die Unternehmen halten sich bedeckt
AP

Sun Microsystems: Die Unternehmen halten sich bedeckt

Die Zeitung beruft sich auf Insider. Der Kaufpreis werde auf mindestens 6,5 Milliarden Dollar veranschlagt. Dies würde dem Doppelten des derzeitigen Börsenwerts entsprechen. Allerdings, so schränkten die Informanten ein, könne das Geschäft noch in letzter Minute platzen. Die Unternehmen selbst kommentierten den Bericht nicht.

Beide Konzerne stellen Großrechner und die passende Software her, beide sind beim offenen Betriebssystem Linux engagiert, und beide sind wenig abhängig vom Prozessorenprimus Intel Chart zeigen. IBM hat allerdings durch sein starkes Dienstleistungsgeschäft die Wirtschaftsflaute wesentlich besser wegstecken können als Sun. IBM bietet unter anderem Technologieberatung und die Auslagerung von IT an. Diese Dienstleistungen bringen hohe Profite, weshalb IBM in diesem Jahr trotz der Rezession mit einem Rekordergebnis rechnet.

Auch Sun hat sein Dienstleistungsangebot deutlich ausgebaut, das Hauptgeschäft macht das Unternehmen allerdings immer noch mit seiner Hardware. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu roten Zahlen geführt, da der Markt heiß umkämpft und anfällig für konjunkturelle Schwankungen ist. Alleine im vergangenen Jahr fiel ein Verlust von 209 Millionen Dollar an. Sun streicht deshalb jeden fünften seiner weltweit 33.000 Arbeitsplätze. Bei IBM arbeiten mehr als 400.000 Menschen.

Kurssprung in Frankfurt von mehr als 55 Prozent

Neben Sun und IBM zählen Hewlett-Packard Chart zeigen und Dell Chart zeigen zu den größten Server-Herstellern der Welt. Zum Einsatz kommen die Rechner in Computernetzen von Unternehmen. Über Server läuft auch der Datenverkehr im Internet. Durch die Sun-Übernahme würde IBM seine Stellung in all diesen Bereichen ausbauen, schreibt das "Wall Street Journal".

Der Markt ist am Montag allerdings noch ein Stück enger geworden. Der Netzwerkausrüster Cisco Chart zeigen gab seinen Einstieg ins Server-Geschäft bekannt. Nun will das Unternehmen die Konkurrenz mit einem Rundum-Angebot aus einer Hand angreifen. Cisco hat sich dafür unter anderem mit Intel und dem Windows-Hersteller Microsoft Chart zeigen verbündet. Mit seinem neuen Angebot dringt Cisco direkt in ein Geschäftsfeld vor, das bislang von IBM und HP dominiert wird.

An der Börse sorgte der Bericht über die Sun-Übernahme durch IBM für Aufregung. Die Aktie von Sun Microsystems sprang im Frankfurter Handel mehr als 55 Prozent nach oben. IBM-Titel verbilligten sich leicht um 0,7 Prozent.

wal/dpa



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