Minus 40 Prozent Japans Export bricht drastisch ein

Absturz in Japan: Die Ausfuhren sind im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 40 Prozent eingebrochen. Die Handelsbilanz der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verschlechterte sich dadurch deutlich. Die Börse blieb trotzdem gelassen - der Nikkei schloss leicht im Plus.


Tokio - In Japan sind die Exporte im Mai überraschend deutlich eingebrochen. Die Ausfuhren seien im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 40,9 Prozent gesunken, teilte die Regierung am Mittwoch in Tokio mit. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang um 39,1 Prozent gerechnet.

Besonders dramatisch: Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Exporte im Mai - saisonbereinigt um 0,3 Prozent. Damit hat sich die Hoffnung auf ein Ende des Abschwungs vorerst verflüchtigt. In den vergangenen drei Monaten war der Vormonatsvergleich stets leicht positiv ausgefallen.

Insgesamt bleibt Japan zwar eine Exportnation - so sind die Ausfuhren deutlich größer als die Einfuhren. Doch der Handelsbilanzüberschuss verringerte sich im Mai im Jahresvergleich um rund 12 Prozent auf rund 300 Milliarden Yen (rund 2,2 Milliarden Euro).

Die asiatischen Aktienmärkte reagierten dennoch gelassen. Der Nikkei Chart zeigen, der Index der 225 führenden Werte, legte 0,4 Prozent auf 9590 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix kletterte um 0,1 Prozent auf 902 Zähler.

wal/Reuters/dpa



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