Berlin/Frankfurt am Main - Hauptsache der Inhalt stimmt, auch wenn die Verpackung nicht das gewollte Outfit hat. "Eigentlich sollte Berlins Rotes Rathaus abgebildet sein, stattdessen ist es versehentlich das Neue Rathaus aus München geworden", sagte ein Sprecher des TVG Verlags am Donnerstag in Frankfurt am Main.

Berliner Telefonbuch: Münchner Rathaus statt Rotem Rathaus
Der "bedauerliche Fehler" sei in der letzten Produktionsphase passiert. Ein Mitarbeiter habe zwei Bilddateien vertauscht, die wohl beide im Dateinamen das Wort "Platz" enthielten. Das Münchner Rathaus steht auf dem Marienplatz, das Berliner Gebäude unweit vom Alexanderplatz.
Das Telefonbuch mit einer Auflage von 700.000 Stück war am vergangenen Montag frisch erschienen. Während auf dem ersten Band mit den Anfangsbuchstaben A bis K der Berliner Hauptbahnhof zu sehen ist, schmückt den Buchdeckel des zweiten Bandes L bis Z das bayrische Bauwerk. Immerhin ist auf dem Münchner Telefonbuch nicht das Rote, sondern das Neue Rathaus zu sehen.
Der Fehler wurde dem Verlagssprecher zufolge erst bemerkt, als die Bücher bereits ausgeliefert waren. Auch wegen der hohen Auflage und des kostenfreien Telefonbuchservice komme eine Neuauflage nicht in Frage. "Es ist das erste Mal, das so etwas passiert, wir bitten die Berliner um Entschuldigung", sagte der Sprecher.
Dem Sprecher zufolge ist bereits rund ein Drittel der gedruckten Auflage vergriffen. Er versicherte, dass der Inhalt der Telefonbücher korrekt sei. Die Berliner könnten in "gewohnter Qualität und Aktualität" Nummern in der Hauptstadt nachschlagen.
Das Telefonbuch ist in zwei Bänden oder in digitaler Form seit Montag kostenfrei in allen Postfilialen erhältlich. Rund ein Drittel der Inhalte wurde aktualisiert. Die Auflage beträgt 1,33 Millionen Exemplare.
mik/AFP/ddp
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