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Motivation: Telekom plant Walk of Fame für herausragende Mitarbeiter

Ausgefallene Idee für besseren Service: In Anlehnung an den Walk of Fame in Los Angeles plant die Deutsche Telekom eine Ruhmesmeile für verdiente Mitarbeiter. Kollegen sollen sich gegenseitig für die Ehrung vorschlagen.

Mainz - Mit der Idee sollen die Mitarbeiter stärker motiviert werden, sagte ein Telekom-Sprecher. Der Service des Konzerns könne so verbessert und die Kundenzufriedenheit erhöht werden.

Telekom-Zentrale in Bonn: Keine Sonderparkplätze mehr für Top-Manager
DPA

Telekom-Zentrale in Bonn: Keine Sonderparkplätze mehr für Top-Manager

Damit bestätigt der Sprecher einen Bericht der "Mainzer Rheinzeitung". Demnach sollen sich Telekom-Mitarbeiter gegenseitig für die Ehrung vorschlagen können. "Außergewöhnliche, hervorragende" Leistungen sollten belohnt werden.

Das Blatt schreibt, dass der so genannte "Walk of Service" an den "Walk of Fame" in Los Angeles angelehnt sei. Dieser erinnert mit in den Gehweg eingelassenen Sternen an Hollywood-Legenden. Bei der Deutschen Telekom Chart zeigen sei geplant, ein Bild der Mitarbeiter hinter einer Glasscheibe in den Marmorboden einzulassen. Eine Plakette solle den Namen des Geehrten und den Tag der Ehrung nennen.

Im Rahmen der angekündigten Service-Offensive hat die Telekom dem Sprecher zufolge auch die Sonderparkplätze für Top-Manager in der Bonner Konzernzentrale abgeschafft. Die Zentrale wolle damit zeigen, dass sie sich auf Augenhöhe mit allen anderen Telekom-Mitarbeitern befinde, erläuterte der Sprecher. Bisher gab es ein Dreistufen-Parksystem.

Die Maßnahmen seien nur wenige von vielen, mit denen die Telekom ihren Service verbessern wolle, machte der Sprecher deutlich. Gleichzeitig sollten sie helfen, die durch die Streiks und die Auslagerung von 50.000 Stellen "aufgerissenen Gräben zwischen Vorstand und Mitarbeitern zu überbrücken".

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und die Telekom hatten sich nach wochenlangen Streiks Ende Juni auf die Verlagerung von rund 50.000 Arbeitsplätzen in Service-Gesellschaften geeinigt. Im Kern sollen die Mitarbeiter vier Wochenstunden ohne Lohnausgleich mehr arbeiten. Gleichzeitig werden die Gehälter um 6,5 Prozent gesenkt. Die Telekom als Europas größter Telekommunikationskonzern will mit der Auslagerung die finanziellen Verluste und den Kundenschwund in der Festnetz-Sparte in den Griff bekommen.

wal/ddp

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