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Mysteriöse Klopapier-Menge bei der Bundeswehr: Kaliber 8,8 Blatt

Der Papierverbrauch auf Bundeswehr-Toiletten hat das Verteidigungsministerium zu intensiven Nachforschungen veranlasst. Wie die Bundesregierung nach einer Anfrage der Grünen zunächst berichtete, hätten die Streitkräfte im vergangenen Jahr 800 Millionen Rollen Toilettenpapier beschafft.

Jeder der rund 360.000 Soldaten und Zivilbediensteten hätte demnach zehn Rollen pro Tag verbraucht. "Vielleicht gibt es für Klopapier militärische Verwendungszwecke, die sich dem Betrachter nicht unmittelbar erschließen", wunderte sich der Grüne Alexander Bonde – und fragte im Wehrressort nach.

Der parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) räumte jetzt ein, bei der Umrechnung von "Gebindegrößen (Rolle-Blatt, Blatt- Packung)" seien Fehler unterlaufen. Tatsächlich hätten die Untergebenen des CDU-Ministers Franz Josef Jung statt 800 Millionen Rollen nur 800 Millionen Blatt benötigt: "Damit errechnet sich ein Verbrauch an Toilettenpapier von 8,8 Blatt je Mitarbeiter und Arbeitstag."

Er sei, merkte Schmidt an, voll "respektvoller Bewunderung" für einen Apparat, der "solch nachvollziehbare einzelfallbezogene Nutzungsstrukturdaten errechnet".

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