Nebenkosten Bundesweiter Betriebskostenspiegel erstellt

Der Mieterbund macht gegen die rasant ansteigenden Mietnebenkosten mobil. Damit Verbraucher weniger leicht übers Ohr gehauen werden können, legte die Vereinigung jetzt den ersten bundesweiten Betriebskostenspiegel vor.


Berlin - Im vergangenen Jahr summierten sich die Betriebskosten auf insgesamt rund 40 Milliarden Euro und machten damit rund 35 Prozent der gesamten Mietbelastung der Deutschen aus, erklärte der Mieterbund heute. Dieses Jahr werden diese Kosten der Vereinigung zufolge wegen der explodierenden Energiepreise nochmals um etwa zwei Milliarden Euro steigen.

Mehr Transparenz bei der "zweiten Miete" sei dringend nötig, sagte Mieterbund-Direktor Franz-Georg Rips. Bei Nebenkosten gebe es erhebliche regionale Unterschiede. Sie seien im Norden und Osten Deutschlands deutlich höher als im Süden und Westen. Der Betriebskostenspiegel schlüsselt deshalb die 16 verschiedenen Nebenkosten auf, die Vermieter in Rechnung stellen können, vom Abwasser über die Heizung bis zur Schornsteinreinigung. Die Mieter sollen so einen Überblick über den bundesweiten Mittelwert bekommen. Zusätzlich sind obere und untere Grenzwerte angegeben.

Bei deutlich überhöhten Kosten sollten Verbraucher aufmerksam werden und sich an ihren Vermieter wenden. Ein rechtlicher Anspruch ergibt sich aus dem Betriebskostenspiegel allerdings nicht. Für die einzelnen Bundesländer will der Mieterbund Anfang 2006 nochmals gesonderte Übersichten vorlegen.



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