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Neuer Golf: VW stoppt Verkauf in USA

Volkswagen hat massive Probleme mit seinem neuen Golf. Nach SPIEGEL-Informationen wird das wichtigste Modell des Konzerns die geplante Rendite von acht Prozent nicht erreichen. In den USA, Brasilien und Australien soll das Fahrzeug nun nicht mehr verkauft werden.

Hamburg - In der vorvergangenen Woche hielten VW-Manager den aktuellen Stand fest: Demnach würde vom Verkaufspreis eines Golf nur ein Gewinn von 3,4 Prozent bleiben. Bei einem Durchschnittspreis von 20.000 Euro und jährlich 660.000 verkauften Autos fehlten dem VW-Konzern damit gegenüber der ursprünglichen Planung über 600 Millionen Euro Gewinn.

VW-Chef Martin Winterkorn hat deshalb nach SPIEGEL-Informationen mit einer drastischen Maßnahme reagiert: Der neue Golf soll nicht mehr in den USA, Brasilien und Australien verkauft werden. Wegen der Währungsentwicklung hätte der Absatz des Golf in diesen Märkten hohe Verluste eingebracht.

Bei einer Sitzung des VW-Markenvorstands am vergangenen Montag lehnte der Konzernchef zudem die vom Vertrieb vorgeschlagenen Preise für das neue Modell ab. Die Vertriebsexperten wollten den Golf mit umfangreicherer Serienausstattung versehen und ihn dennoch etwas billiger als den Vorgänger auf den Markt bringen.

Winterkorn bestand auf der Vorstandssitzung jedoch darauf, dass der Golf zumindest eine Rendite von fünf Prozent bringen muss. Von diesem Ziel will er nicht ablassen.

wal

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