Börsenabsturz Nordkorea-Krise kostet Anleger eine Billion Dollar

Der Nordkorea-Konflikt spitzt sich zu - und die Börsen sacken ab. Der Dax fällt unter 12.000 Punkte.

Börse in Frankfurt (Archivfoto)
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Börse in Frankfurt (Archivfoto)


Die Verschärfung des Tons zwischen den USA und Nordkorea erschüttert weltweit die Aktienmärkte. Der globale Börsenwert schrumpfte binnen weniger Tage nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters um insgesamt etwa eine Billion Dollar.

Das entspricht umgerechnet der deutschen Wirtschaftsleistung von drei Monaten. Die Zuspitzung des Konflikts ließ den Dax unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten rutschen.

Nach US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt auch Verteidigungsminister James Mattis den Ton im Atomstreit mit Nordkorea verschärft. Das kommunistische Land sei den USA und ihren Verbündeten militärisch deutlich unterlegen, sagte Mattis und warnte nachdrücklich vor allen "Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden". Mattis rief die Regierung in Pjöngjang auf, ihr Programm zur Entwicklung von Atomwaffen aufzugeben.

Trump hatte zuvor gedroht, die USA würden auf Provokationen aus Nordkorea "mit Feuer und Wut" reagieren. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Raketenangriff auf Ziele im Umfeld des US-Militärstützpunkts Guam im Pazifik.

Von der Verschärfung der Rhetorik profitiert hatten zuletzt vor allem große Rüstungskonzerne: Die Aktien von Raytheon und von Lockheed Martin erreichten Rekordhochs.

asa/Reuters

insgesamt 76 Beiträge
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Bueckstueck 11.08.2017
1. Halleluja!
Es ist das erste mal, dass ich nicht von "vernichtetem" Geld im Zusammenhang mit Kursverlusten bei SPON lese. Eine enorme Verbesserung.
muellerthomas 11.08.2017
2.
Der DAX fällt heute um 0,3% und liegt damit gerade einmal 7% unter dem Allzeithoch. Der S&P-500 notiert sogar nur 1,7% unter seinem Allzeithoch. Wo sacken die Börsen also ab?
thorsten35037 11.08.2017
3.
Das ist ja entsetzlich! Da muss dringend ein Regime-Change her, damit die Anleger wieder gut schlafen können. Die Kriegskosten tragen dann nach bewährtem Muster die Steuerzahler.
exil-berliner 11.08.2017
4. Verlieren und gewinnen ist auch in Zeiten von minus Kursen..
Verlieren und gewinnen ist auch in Zeiten von minus Kursen eine relative Frage. Geht man "short" und setzt auf fallende Kurse steigt trotzdem der Gewinn. Immer aufpassen, politische Börsen haben keine Stelzenbeine (kurze Füße) und wenn Kim & Donald sich wieder lieb haben, werden die Kurse wieder ruckartig anziehen (steigen). Schönes Wochenende!
micromiller 11.08.2017
5. Kostet eine oder mehrere Wochen
Luft anhalten und dann geht es wider los .. steil nach oben... die von den EZB und Federal Reserve gezündeten Treibsätze ... Geld ohne Ende .. für Null..... verursachen den Dauerschub in den Himmel.....
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