Personalabbau: Siemens-Betriebsrat stimmt Sozialplan zu

Der Verhandlungsmarathon hat ein Ende: Der Siemens-Gesamtbetriebsrat hat sich mit dem Management auf einen Sozialplan geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden.

München - Wochenlang haben sich die Gespräche über den geplanten Stellenabbau bei Siemens Chart zeigen hingezogen. Nun gab der Gesamtbetriebsrat bekannt, dass er dem Sozialplan samt Interessenausgleich zugestimmt hat.

Das Gebäude der Siemens AG in München: Der geplante Stellenabbau soll ohne Kündigungen ablaufen
DDP

Das Gebäude der Siemens AG in München: Der geplante Stellenabbau soll ohne Kündigungen ablaufen

Betriebsbedingte Kündigungen sieht das zwischen Siemens, dem Betriebsrat und der IG Metall ausgehandelten Paket nicht vor. Stattdessen richtet der Konzern für die Dauer von zwei Jahren eine Transfergesellschaft ein. Die Gesellschaft soll Siemens-Mitarbeitern Möglichkeiten zur Qualifizierung bieten.

Mit internen Versetzungen und Altersteilzeitverträgen soll zusätzliches Personal eingespart werden. Den Beschäftigten steht es zudem frei, Angebote des Konzerns über ein freiwilliges Ausscheiden anzunehmen.

Die Belastungen aus dem Stellenabbau belaufen sich nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf etwa 800 Millionen Euro. Die Kosten lägen damit am oberen Rand der von Analysten geschätzten Beträge zwischen 500 und 900 Millionen Euro, berichtet das Blatt vorab aus seiner Mittwochsausgabe.

Anfang Juli hatte Siemens den Abbau von 5250 Jobs in Deutschland angekündigt. Weltweit will der Konzern sogar knapp 17.000 Arbeitsplätze streichen. Mit diesen Maßnahmen will Siemens 1,2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2010 in der Verwaltung sparen.

msm/AP/Reuters

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