Preissprung Energieimporte verteuern sich um 36 Prozent

Deutschland muss für Energie aus dem Ausland immer mehr zahlen. Im März sprangen die Importpreise fast 36 Prozent nach oben, bei Rohöl waren es gar 46 Prozent. Auch Nahrungsmittel verteuerten sich dramatisch.


Wiesbaden - Öl, Kohle und Gas werden immer teurer. Die Preise für aus dem Ausland importierte Energieträger sind im März gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 36 Prozent gestiegen. Allein Rohöl verteuerte sich um 46 Prozent, Mineralölprodukte wurden knapp 37 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der Importpreis für Steinkohle erhöhte sich um 29 Prozent, der für Erdgas um knapp 20 Prozent.

Ölraffinerie (in Indien): Importeure geben Preissteigerungen weiter
DPA

Ölraffinerie (in Indien): Importeure geben Preissteigerungen weiter

Die Energiedebatte in Deutschland bekommt damit neuen Schub. Schließlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Importeure die Preissteigerungen an die Endverbraucher weitergeben. Schon jetzt leiden Strom- und Gaskunden unter den hohen Energiepreisen, Heizöl kostet ebenfalls so viel wie nie zuvor.

Verschärft wird das Problem dadurch, dass auch die Einfuhr von Nahrungsmitteln immer teurer wird. Für Getreide mussten die Importeure im März fast 57 Prozent mehr zahlen als im März 2007. Zitrusfrüchte verteuerten sich um 33 Prozent, Milch und Milchprodukte um 14,5 Prozent.

Insgesamt erhöhten sich die Importpreise im März um 5,7 Prozent. Ohne Öl und Mineralölprodukte wären sie nur um 1,5 Prozent gestiegen, erklärten die Statistiker. Der Ölpreis ist seit dem vergangenen Jahr drastisch gestiegen. Im Januar übersprang der Preis für ein Barrel erstmals die Marke von 100 Dollar, derzeit liegt er bei rund 116 Dollar.

wal/AFP/ddp



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