Prognose Ein Drittel aller Banker verliert den Job

Bei den Banken in Deutschland sind nach Ansicht des Chefvolkswirts der Deutschen Bank, Norbert Walter, in den nächsten zehn Jahren bis zu einem Drittel aller Arbeitsplätze in Gefahr. Außerdem könnten bis zu 50 Prozent aller bestehenden Filialen der Geldinstitute überflüssig werden.


Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter: Ein Drittel aller Banker ist überflüssig
DPA

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter: Ein Drittel aller Banker ist überflüssig

"Der Kostendruck wird die Banken zu einem weiteren, sehr viel stärkeren Personalabbau zwingen", sagte der Chefvolkswirt der "Welt am Sonntag". Die Dienstleistungen einer Bank könnten sehr viel effizienter angeboten werden, als dies bisher der Fall sei.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Großbanken einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Die Hypovereinsbank will 9100, die Dresdner Bank 7800 und die Commerzbank 3400 Stellen streichen. Bei der Deutschen Bank sollten mehr als die in dieser Woche angekündigten 7100 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen.

Auch für die öffentlich-rechtlichen Banken sagt Walter den Verlust von Arbeitsplätzen voraus. Der Druck, den die Privatbanken von ihren Aktionären bekommen, komme bei den Sparkassen von den Gewährträgern, sagte der Bankvolkswirt.



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