München/Berlin - Es war ein Einbruch ohne Beispiel: Um 24,5 Prozent brach die Produktion im Maschinenbau im vergangenen Jahr ein. Nun zieht sie stetig und kräftig an. Nach der rasanten Aufholjagd im laufenden Jahr erwartet der deutsche Maschinen- und Anlagenbau für 2011 ein Produktionswachstum von acht Prozent. Für dieses Jahr erwartet die Branche ein Plus von sechs Prozent.
Zwar dürfte sich der Anstieg von Auftragseingang und Produktion im kommenden Jahr verlangsamen, sagte der scheidende Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Manfred Wittenstein. Das verwundert aber angesichts des augenblicklichen Wachstums der Auftragseingänge nicht: In den ersten acht Monaten gingen 35 Prozent mehr Bestellungen ein als im Jahresvergleich. Ende 2010 werde das Produktionsniveau so hoch sein, dass selbst ohne weiteres Wachstum 2011 ein "ordentliches Plus" zu erwarten sei.
"Seit Sommer 2009 geht es mit dem Bestelleingang wieder bergauf", sagte Wittenstein. Der enorme Boom bei den Auftragseingängen ist vor allem der Nachfrage aus Brasilien und China zu verdanken.
Gesamtproduktion legte im August deutlich zu
Der Anstieg der Gesamtproduktion übertraf die Erwartungen deutlich. Auf Monatssicht legte sie laut Bundeswirtschaftsministerium preis- und saisonbereinigt um 1,7 Prozent zu. Im Vormonat war die Produktion um lediglich 0,1 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich ergibt sich jedoch ein Plus von bereinigt 10,7 Prozent.
Sowohl die Industrieproduktion (plus 1,8 Prozent) als auch der Energieausstoß (plus 1,2 Prozent) stiegen stark an. Im Baugewerbe sank die Produktion indes um 0,4 Prozent. Im Industriesektor stieg die Produktion der wichtigen Investitionsgüter um 2,6 Prozent kräftig. Aber auch die Vorleistungs- und Konsumgüter legten mit 1,6 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent zu.
fdi/dpa-AFX/Reuters
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