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10. März 2003, 19:46 Uhr

Projekt "Fördern und Fordern"

Alkoholverbot im Arbeitsamt

Die Lübecker Arbeitsvermittler haben ein neues Mittel gefunden, um ihre Klienten zu mehr Selbstdisziplin zu erziehen. Den Erwerbslosen soll die Finanzhilfe gekürzt werden, wenn sie angetrunken zur Jobvermittlung kommen.

Neuerung könnte Schule machen: Arbeitslose im Arbeitsamt
DDP

Neuerung könnte Schule machen: Arbeitslose im Arbeitsamt

Lübeck - Damit nimmt das Lübecker Amt eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Wie bei einer Verkehrskontrolle sollen offensichtlich alkoholisierte Besucher künftig ins Röhrchen pusten, berichteten die "Lübecker Nachrichten". Der stellvertretende Arbeitsamtsleiter Wolfgang Griebel sagte der Zeitung: "Wir sind es leid, uns immer wieder mit Betrunkenen herumzuärgern."

Für ihn sei das Lübecker Projekt Teil eine konsequente Umsetzung des Konzepts "Fordern und Fördern". Dazu gehöre auch, dass ein Arbeitssuchender ständig verfügbar sei. Mit Jobsuchenden, die alkoholisiert seien, könnten die Berater aber keine vernünftigen Gespräche führen.

Ein Gerät für Alkoholtests soll dem Bericht zufolge in den nächsten Tagen beschafft werden. Wer über 0,5 Promille Atemalkohol aufweist, soll für den betreffenden Tag kein Arbeitslosengeld erhalten. "Wer sich dem Test verweigert, bekommt sogar bis zu seinem nächsten Erscheinen im Amt kein Geld", sagte Griebel der Zeitung.

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