Radikalkürzungen Russische Eisenbahn entlässt 54.000 Mitarbeiter

Massiver Jobabbau in Russland: Die staatliche Eisenbahn hat 54.000 Jobs gestrichen. Der Konzern begründet die Kündigungen mit erwarteten Verlusten von über einer Milliarde Euro.


Moskau - Die russische Staatsbahn RZhD hat den größten Stellenabbau in der Geschichte des Landes bekanntgegeben - 54.000 Mitarbeiter müssen gehen. Der Konzern müsse angesichts der Rezession deutliche Einsparungen vornehmen, begründete die RZhD am Donnerstag den massiven Einschnitt. Rund 19.000 Mitarbeiter hätten den Konzern schon verlassen. Mit 1,2 Millionen Angestellten ist die Gesellschaft gemessen an der Zahl der Beschäftigten das größte Unternehmen Russlands.

Für Experten kommt die Maßnahme unerwartet, da sie mit einer allmählichen Erholung im krisengeschüttelten Frachtgeschäft rechnen. Die Eisenbahngesellschaft erwartet für dieses Jahr einen Verlust von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro.

Im Februar war die Zahl der Arbeitslosen in Russland auf ein Fünf-Jahres-Hoch von 6,4 Millionen gestiegen. Das entspricht 8,5 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung. Seit August haben rund 2,4 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren. Politiker gehen davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen bis zum Jahresende auf zehn bis zwölf Millionen steigen könnte.

cte/Reuters



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