Insiderhandel Ex-Kontrolleur von Goldman Sachs muss 14 Millionen Dollar zahlen

Hohe Geldstrafe für einen der prominentesten Insiderhändler der Wall Street: Ein Gericht in New York hat Rajat Gupta zu einer Strafe von knapp 14 Millionen Dollar verurteilt. Der Ex-Aufsichtsrat von Goldman Sachs soll geheime Interna der Großbank verraten haben.

Goldman Sachs: Gupta ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß
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Goldman Sachs: Gupta ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß


New York - Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine hohe Geldstrafe gegen Rajat Gupta erwirkt. Das frühere Mitglied der Führungsriege von Goldman Sachs muss 13,9 Millionen Dollar zahlen, weil er Firmengeheimnisse verraten haben soll. Das Gericht in New York untersagte es Gupta demnach außerdem, eine Führungsposition in einem öffentlichen Unternehmen zu übernehmen oder mit Investmentbankern zusammenzuarbeiten.

Gupta stand zehn Jahre an der Spitze der Unternehmensberatung McKinsey. Seine exzellenten Kontakte brachten ihm Posten in den Verwaltungsräten des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble und der Investmentbank Goldman Sachs ein. Zum Verhängnis wurde ihm letztlich seine Männerfreundschaft zum Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam. Gupta soll mit Rajaratnam Goldman-Sachs-Interna besprochen haben. In den Gesprächen der Männer soll es um eine Milliarden-Investition in Goldman Sachs und um nicht-öffentliche Details aus den Geschäftszahlen der Bank des Jahres 2008 gegangen sein. Gupta habe Geheimnisse aus geschlossenen Sitzungen der Firmengremien teils schon Minuten später an Rajaratnam weitergegeben.

Bereits im Juni 2012 hatte ein Geschworenengericht Gupta für schuldig erklärt, geheime Interna an Rajaratnam verraten zu haben. Im Oktober wurde Gupta zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von fünf Millionen Dollar verurteilt. Er legte Berufung ein, über die noch nicht entschieden wurde. Derzeit befindet sich Gupta gegen Kaution auf freiem Fuß.

Der jetzige Richterspruch erging in einem parallel laufenden Zivilverfahren, das die SEC angestoßen hatte. Drahtzieher Rajaratnam war bereits 2011 zu elf Jahren Gefängnis und hohen Geldstrafen verurteilt worden.

cte/AFP/dpa



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