Rekord-Börsenwert Google kostet 174.800.000.000 Dollar

Im Google-Headquarter knallen dieses Wochenende sicher die Sektkorken: Der Aktienkurs hat einen neuen Rekord gebrochen. Insgesamt ist das Internetunternehmen satte 174,8 Milliarden Dollar wert - und damit mehr als Intel, IBM oder Hewlett-Packard.


New York - Das Ende des Google-Wunders ist nah, heißt es oft - doch zumindest im Moment kann davon keine Rede sein. Der Börsenkurs des Internetunternehmens jedenfalls ist am Freitag erst einmal mit einem neuen Rekord-Wert aus dem Handel gegangen: 560,10 Dollar kostete jedes Papier. Angefangen hat Google Chart zeigen 2004 mit gerade einmal 86 Dollar pro Aktie.

Google-Logo im Headquarter in Mountain View: Eine Aktie kostete am Freitag 560,10 Dollar
AP

Google-Logo im Headquarter in Mountain View: Eine Aktie kostete am Freitag 560,10 Dollar

Damit hat sich der Preis seit dem Börsengang versechsfacht. Seit dem Zwölfmonatstief vor knapp einem Jahr sind die Google-Aktien um 41 Prozent in die Höhe geschossen. Diesen Sommer gerieten die Papiere zwar während der Börsenturbulenzen im Zuge der amerikanischen Hypothekenkrise erneut unter Druck - doch auch dieser Rückschlag hielt nicht lange an.

Der Gesamt-Börsenwert lag damit bei 174,8 Milliarden Dollar. Damit hat Google Chipbranchen-Primus Intel Chart zeigen mit seinen 151,1 Milliarden Dollar Börsenwert genauso überholt wie die weltgrößten Computerkonzerne IBM Chart zeigen (158,9 Milliarden Dollar) oder Hewlett-Packard Chart zeigen (130,7 Milliarden Dollar). Lediglich Microsoft Chart zeigen übertrumpft den Wall-Street-Liebling unter den Technologiewerten noch mit einem Börsenwert von 269,4 Milliarden Dollar.

Die Geschäfte bei Google laufen tatsächlich gut: Der Internet-Konzern verdiente in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,9 Milliarden Dollar gegenüber 1,3 Milliarden ein Jahr zuvor. Der Halbjahresumsatz legte kräftig auf 7,5 Milliarden Dollar zu von 4,7 Milliarden vor einem Jahr. Branchenkenner erklären den nicht abbrechenden Börsenerfolg aber vor allem mit der dominierenden Position von Google in der lukrativen Online-Werbung.

Google-Sites hatten im August nach Angaben der Marktforschungsfirma comScore in den USA insgesamt 5,5 Milliarden Suchanfragen und einen Marktanteil von 56,5 Prozent. Yahoo Chart zeigen brachte es auf 23,3 Prozent Marktanteil und Microsoft auf 11,3 Prozent. Und Google ist weiter auf dem Vormarsch: Mit dem anstehenden Kauf der Online-Werbefirma DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar will sich die Firma im Bereich Online-Werbung auf Handys stärken, auch auf der populären Video-Site YouTube sind gerade die ersten Werbeversuche angelaufen.

Für die beiden jeweils 34 Jahre alten Firmengründer Larry Page und Sergey Brin sowie für Google-Konzernchef Eric Schmidt (52) bedeutet der Aktien-Höhenflug einen Milliardensegen. Page und Brin kamen in der gerade veröffentlichten neuen Liste der 400 reichsten Amerikaner des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" mit jeweils 18,5 Milliarden Dollar Vermögen gemeinsam auf Platz fünf. Schmidt lag mit einem Vermögen von 6,5 Milliarden Dollar auf Platz 48.

ase/dpa



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