Rekord: Google-Marktwert steigt über 150 Milliarden Dollar

Das Internet-Unternehmen Google scheint nicht mehr zu stoppen. Nach überwältigenden Quartalszahlen hat der Suchmaschinenbetreiber jetzt seinen eigenen Rekord gebrochen: An der Börse stieg der Marktwert gestern zeitweise über 150 Milliarden Dollar.

San Francisco - Zunehmende Nachfrage von Anlegern hat die Aktie des Internet-Unternehmens Google auf einen neuen Rekordstand getrieben. Ein Anteilsschein kostete gestern an der New Yorker Nasdaq Chart zeigen 484,64 Dollar, womit der bisherige Höchststand von Anfang Januar übertroffen wurde.

Google bei der Frankfurter Buchmesse: "Die Jungs machen einen platt"
DDP

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Zumindest zeitweise stieg die Marktkapitalisierung von Google Chart zeigen damit auf mehr als 150 Milliarden Dollar. Damit ist der Suchmaschinenbetreiber schon weit mehr wert als Branchenschwergewicht IBM Chart zeigen, das es auf fast 140 Milliarden Dollar bringt.

Der Google-Kurs profitierte vor allem von den Gewinnen im dritten Quartal, die nahezu doppelt so hoch ausfielen, wie die Börse erwartet hatte. Der Überschuss war von 381 auf 733 Millionen Dollar geklettert, der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Drittel auf 2,69 Milliarden Dollar gestiegen.

Damit hatte Google sämtliche Konkurrenten weit hinter sich gelassen: Yahoo Chart zeigen hatte kurz zuvor sogar einen Gewinnrückgang um 37 Prozent vermelden müssen.

"Die Jungs machen einen platt", hatte ein Analyst die Performance des Suchmaschinenbetreibers kommentiert, der gerade für 1,65 Milliarden Dollar das Videoportal YouTube gekauft hat.

Zentrale Einnahmequelle des Unternehmens ist die Online-Werbung. Einen Aktiensplit, um das Papier auch für Kleinanleger attraktiv zu machen, hat Google-Mitbegründer Sergey Brin abgelehnt.

ase/AP

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Forum - Ist Google noch gut oder schon gefährlich?
insgesamt 110 Beiträge
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1.
Paolo 07.03.2006
Zitat von sysopWerden die Suchmaschinisten zur unersättlichen Datenkrake? Wie gefällt Ihnen persönlich die Idee einer überall verfügbaren Kopie Ihrer eigenen Datenschätze? Diskutieren Sie mit!
Jeder, der sich im Internet bewegt, sollte wissen, dass er überall und zu jedem Zeitpunkt eine Schleifspur seiner Aktivität und seiner Daten hinterläßt. Wenn jemand diese Daten somit bewußt einbringt, ist er freiwillig - sofern ihm diese Tatsache auch klar ist - ein offenes Buch. Andererseits geht die Entwicklung immer weiter in die ständige elektronische Verfügbarkeit der persönlichen Daten. Ich stelle mal eine Behauptung auf: wir basteln alle gerade hier an G. Orwells 1984, demnächst mit Kamera Ton, GPS und was-weiss-ich live ins Internet. Wir alle sind die "Big Brother"...
2. Google geht zu weit
berndmeier 07.03.2006
Ich kann gar nicht glauben, mit welcher Unverfrorenheit Google mit unseren Daten umgeht. Wenn Microsoft derartige Aktionen unternehmen würde, wären die Tekkies schon lange auf der Strasse. Google bietet sogar ein kostenloses Webanalyse-Tool für Firmen an, um dann nicht nur die Adwords, sondern auch noch die gesamte Nutzung der Webseite untersuchen zu können. Interessanterweise wird nicht einmal eine Garantie abgegeben, dass diese Daten nicht weiter verwertet werden. Wenn man mit dem Mailsystem von Google arbeitet, werden einem auf den Inhalt der Mail bezogene Adwords eingeblendet. Wenn ich also von meinem Urlaub auf Mali berichte, gibt es rechts bestimmt eine Werbung eines Reiseveranstalters. Ich finde das alle sehr unheimlich. Google sollte bei seinem Kerngeschäft bleiben und nicht noch mit Google-Earth und anderen Spielereien die Welt beherrschen wollen.
3.
DerSchlüsselmacher 07.03.2006
Zitat von berndmeierGoogle sollte bei seinem Kerngeschäft bleiben und nicht noch mit Google-Earth und anderen Spielereien die Welt beherrschen wollen.
Das ist doch ein deutliches Ziel. Der Nachsatz, die Informationen allgemein nutzbar und zugänglich zu machen ist mehr als lächerlich nachdem Google sogar offiziell Einschränkungen ("Selbstzensur") in China öffentlich zugibt. G wie gefählich!
4.
MarioScholl 07.03.2006
Zitat von sysopWerden die Suchmaschinisten zur unersättlichen Datenkrake? Wie gefällt Ihnen persönlich die Idee einer überall verfügbaren Kopie Ihrer eigenen Datenschätze? Diskutieren Sie mit!
Das ist nicht "Google", das ist eine Idee der VS-Administration. Wirtschaftsspionage und Terrorphobie. Wer das Angebot annimmt, muß entmündigt werden!
5.
sean1 07.03.2006
Ist schon mal jedemand auf die Idee gekommen dass man die Daten erst online stellen muß bei Google bevor sie öffentlich zuganglich sind? Das ist jetzt bei den Google Videos auch so, und es werden täglich tausende neue Videos veröffentlicht. Scheinbar wollen die Leute Ihre Inhalte teilen. Das selbe gibt es seit Jahren für Bilder! Und wer nicht will, der soll es nicht online stellen! Ich glaube aber, der Autor des Artikels hat das nicht gewusst. Und im Übrigen, Wikipedia ist so erfolgreich, weil scheinbar die Selbstorganisation des Wissens aus Hand der jungen Menschen effektiver ist als das Prinzip welches die "Alte Generation" anwendet: Wichtig tun, selbst nichts wissen und dann noch das gesammelte Wissen an die eigenen Kinder verkaufen anstatt es frei zugänglich zu machen! Genau das selbe Prinzip hat Google auch (wikipedia Prinzip), und alle "Alten" dürfen fluchen, denn Sie kommen nicht drauf dass diese Techniken sich durchsetzen weil die eigenen Kinder es mit Begeisterung fördern (und am Tisch darüber die Klappe halten)! Ich werde meine 160 GB Daten bis auf einige wenige online stellen. Soll doch irgenwer meine alten Gedichte vollenden, die ich nicht fertig bekommen habe. Dann muß ich die auch nicht mehr verstecken und meine Daten wichtig bewachen, dann können wir uns alle daran laben. Oder hab ich für einen Deutschen jetzt zu weit gedacht? Gruß sean
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