Rekordverlust Sony-Präsident tritt zurück

150 Milliarden Yen - so hoch dürfte das Minus beim japanischen Elektronikriesen Sony im vergangenen Jahr ausfallen. Konzernpräsident Ryoji Chubachi übernimmt nun die Verantwortung: Im April will er seinen Posten räumen.


Tokio - Wer in Japan schlechte Zahlen zu verantworten hat, der zieht die Konsequenzen: Angesichts erwarteter Rekordverluste hat der Präsident des Eletronikkonzerns Sony Chart zeigen, Ryoji Chubachi, seinen Rücktritt angekündigt.

Chubachi: Rücktritt im April
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Chubachi: Rücktritt im April

Chubachi werde seinen Posten im April räumen, teilte das Unternehmen am Freitag in Tokio mit. Seine Funktion werde künftig von Firmenchef Howard Stringer mit übernommen.

Wegen des rapiden Yen-Anstiegs und gesunkener Verkaufzahlen erwartet Sony für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 150 Milliarden Yen (rund 1,2 Milliarden Euro).

Das operative Ergebnis liegt voraussichtlich bei minus 260 Milliarden Yen, der Umsatz bei 7,7 Billionen Yen.

Auch andere japanische Firmen wie Toyota Chart zeigen und Honda Chart zeigen haben bereits angekündigt, im Juni neue Präsidenten zu berufen. Ihre Aufgabe: die Unternehmen durch die Rezession zu führen.

wal/dpa-AFX



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