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Richtlinie: EU erlaubt Schleichwerbung im Fernsehen

Schleichwerbung in Filmen, häufigere Werbepausen: Das Europaparlament hat heute eine Richtlinie verabschiedet, wonach sogenanntes Product Placement unter Auflagen erlaubt ist. Künftig dürfen Sendungen alle 30 Minuten für Werbung unterbrochen werden.

Brüssel - Mit dem neuen Gesetz werden erstmals EU-weite Regeln für Schleichwerbung festgelegt. Danach können Markenprodukte künftig gegen Bezahlung in Fernsehfilmen, Serien sowie Sport- und Unterhaltungssendungen gezeigt oder ausdrücklich genannt werden.

Alter Bond-Darsteller Pierce Brosnan: Auftritt mit Aston Martin erlaubt
AFP

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Allerdings muss zu Beginn und Ende einer Sendung sowie nach jeder Werbepause durch ein eingeblendetes Signal auf diese Werbeform hingewiesen werden. In Kindersendungen, Dokumentarfilmen oder Nachrichten ist diese Form der Werbung auch künftig untersagt.

Damit darf James Bond auch weiter einen Aston Martin fahren, in einer Kindersendung darf aber keine Marken-Packung Cornflakes auf den Tisch gestellt werden. Die Richtlinie gilt auch für neue Medienprodukte, etwa Fernsehen im Internet. Die Mitgliedstaaten müssen die Neuregelung bis Ende 2009 in nationales Recht umsetzen. Die 27 EU-Staaten haben aber das Recht, für sich strengere Regeln zu erlassen.

Der Neuregelung zufolge können außerdem Fernsehfilme, Nachrichtenprogramme und Kindersendungen künftig alle 30 Minuten für Werbung unterbrochen werden. Insgesamt dürfen Werbe-Einlagen aber nicht mehr als zwölf Minuten pro Stunde dauern.

kaz/AFP

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