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Rolf Breuer: "Die Deutsche Bank hat ein Kostenproblem"

Die Schwäche der internationalen Aktienmärkte und die weltweite Konjunkturflaute belasten auch das Ergebnis der Deutschen Bank. Vorstandschef Rolf Breuer will die Kosten verringern.

Kein Meister beim Kostenmanagement: Rolf Breuer
REUTERS

Kein Meister beim Kostenmanagement: Rolf Breuer

Frankfurt am Main - "Die Deutsche Bank ist kein Meister im Managen ihrer Kosten", sagte Breuer auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Die Bank werde weitere Anstrengungen unternehmen, um die Ausgaben bei Personal, Verwaltung und Sachkosten zu verringern. Der hochgerechnete Kostenblock von 22 Milliarden Euro für das Gesamtjahr sei zu hoch, sagte Breuer.

Die Deutsche Bank Chart zeigen hat im ersten Halbjahr 2001 einen Konzerngewinn nach Steuern von 2,451 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie das Institut am Dienstag ad hoc mitteilte, ging der Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,777 Milliarden Euro zurück. Analysten hatten für die erste Jahreshälfte 2001 einen Gewinn nach Steuern von rund 2,3 Milliarden Euro prognostiziert. Beim Gewinn vor Steuern, der auf 3,086 (4,885) Milliarden Euro sank, liegt die Deutsche Bank sogar über den Analystenprognosen von 2,4 Milliarden Euro. Der Vorstandsvorsitzende Rolf Breuer nannte das Ergebnis "angesichts des miserablen Marktumfeldes sehr respektabel". Deutsche Bank verloren an der Börse bis zum Vormittag 2,6 Prozent auf 77,85 Euro.

Nach Angaben der Bank ist das Ergebnis des zweiten Quartals allerdings von Platzierungserlösen aus dem Beteiligungsbesitz beeinflusst.

Zum anderen sei es von Marktanpassungen und Wertberichtigungen in den Bereichen Private Equity und Immobilien in Höhe von 0,7 Milliarden Euro geprägt. Im Ergebnis aus Finanzanlagen habe sich außerdem die Platzierung von 2,2 Prozent der Aktien der Münchener Rück niedergeschlagen. Dies habe zu einem im laufenden Geschäftsjahr steuerfreien Gewinn von über einer Milliarden Euro geführt, hieß es. Die Bank werde sich von weiteren Beteiligungen trennen, wenn die Marktumstände günstig seien, sagte Breuer.

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