Rückbesinnung Müller glaubt an die Kernkraft

Als Wirtschaftsminister der rot-grünen Koalition hatte Werner Müller das Ende der Kernenergie mit der Wirtschaft ausgehandelt. Doch der heutige Chef des Essener Bergbau- und Chemiekonzerns RAG glaubt nicht, dass diese Verabredung von Dauer ist. Langfristig geht er von einer Renaissance der Atomkraft aus.


Kernkraftwerk Neckarwestheim: Akzeptanz wird sich erhöhen
DPA

Kernkraftwerk Neckarwestheim: Akzeptanz wird sich erhöhen

Essen - "Wenn wir die Vermeidung von Kohlendioxid ernst nehmen, werden wir irgendwann auch wieder bei der Kernenergie landen und die Grünen werden dann an der Spitze der Bewegung stehen", sagte Müller dem "Handelsblatt".

Bis zur Mitte des Jahrhunderts werde sich die gesellschaftliche Akzeptanz der Kernkraft erhöhen, da Sonnenenergie nicht ausreiche, das Klima zu schützen. "In 50 Jahren wird unser Energiemix von Kohle, Kernenergie und den regenerativen Energien bestimmt", sagte Müller. Allerdings sei es derzeit noch zu früh, um über eine Verlängerung der Restlaufzeiten bestehender Kernkraftwerke zu sprechen.



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