Schwieriger Zusammenschluss Sun bietet IBM neue Fusionsgespräche an

Sun geht erneut auf IBM zu: Nachdem Verhandlungen über eine Fusion der IT-Giganten zuletzt ausgesetzt wurden, hofft der Server-Bauer jetzt laut einem Agenturbericht auf eine Wiederaufnahme der Gespräche.


New York - In die gestoppten Fusionsgespräche zwischen Sun Microsystems Chart zeigen und IBM Chart zeigen kommt offenbar wieder Bewegung: Sun ist einem Agenturbericht zufolge zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bereit.

Logos von Sun und IBM: Warten auf den Vorstoß
[M] Getty Images; mm.de

Logos von Sun und IBM: Warten auf den Vorstoß

Wenn IBM sich stärker für einen erfolgreichen Abschluss einsetze, sei eine Rückkehr an den Verhandlungstisch denkbar, berichtet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Beide Unternehmen warteten auf einen entsprechenden Vorstoß des anderen.

Voraussetzung sei für Sun demnach, dass IBM sich zur Übernahme auch im Falle möglicher Hindernisse verpflichte. So wolle Sun etwa eine Kaufgarantie im Fall einer langwierigen Prüfung durch die Wettbewerbshüter. Die Sun-Aktie reagierte mit einem vorbörslichen Plus von mehr als sieben Prozent auf die Aussicht auf neue Gespräche. Von den beiden Firmen lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM hatte sein sieben Milliarden Dollar schweres Angebot für den kleineren Rivalen zurückgezogen, nachdem Sun in diesem Monat die Exklusivgespräche abgebrochen hatte. IBM hatte das Vorhaben trotz der Rezession verfolgt und es dabei wohl vor allem auf Suns Hochleistungs-Server abgesehen, die bei vielen Telekom-Firmen und Banken zum Einsatz kommen.

Als mögliche Gründe für das Platzen des Deals wurden in Presseberichten der für Sun zu niedrige Kaufpreis sowie die fehlenden Garantien durch IBM genannt. Offiziell nahmen die Konzerne zu den Gesprächen nie Stellung.

Sun steht wegen sinkender Marktanteile unter Druck und hatte sich in den vergangenen Monaten angeblich selbst bei mehreren Unternehmen angeboten. Der US-Konzern streicht derzeit jeden fünften seiner weltweit rund 30.000 Jobs.

suc/Reuters/dpa



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