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02.11.2009
 

Versandhaus

Verbraucherschützer befürchten Verkauf von Quelle-Kundendaten

Quelle-Einkaufszentrum: Alles muss rausZur Großansicht
AP

Quelle-Einkaufszentrum: Alles muss raus

Der Ausverkauf bei Quelle läuft - und könnte umfassender ausfallen, als es vielen Käufern lieb sein dürfte: Verbraucherschützer befürchten, dass der Versandkonzern die bis zu acht Millionen Kundendaten ebenfalls zu Geld macht.

Nürnberg - Bei einem Unternehmen, das aus allem Kapital schlagen muss, ist Vorsicht geboten: Verbraucherschützer sorgen sich um den Verbleib der bis zu acht Millionen Kundendaten, die auf den Festplatten der in Abwicklung befindlichen Quelle-Versandgruppe gespeichert sind. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" zufolge den Insolvenzverwalter auf, die wertvollen und zum Teil sensiblen Kundendaten nicht wie die anderen Waren zu verkaufen.

Nach dem gerade erst novellierten Datenschutzgesetz dürfte das Unternehmen wohl nach dem unter Experten heftig umstrittenen "Listenprivileg" bestimmte Daten wie Name, Anschrift, Geburtsjahr und maximal ein einziges Kaufmerkmal - etwa die häufige Bestellung von Wein - weiterveräußern, erklärte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht. Andere Daten wie Bankverbindungen und Angaben zur Zahlungsmoral dürfen dagegen nicht weitergegeben werden. Diese Daten würden gesperrt und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht gelöscht, heißt es dazu bei Quelle.

Bereits mehr als 115.000 Online-Bestellungen

Verbraucherschützer bleiben aber misstrauisch. So rät die zuständige Fachbereichsleiterin beim vzbv den Versandkunden, der üblicherweise bei Bestellungen erteilten Nutzungsgenehmigung ihrer Daten zu widersprechen und die Löschung zu beantragen.

Ein Rat, der unzählige Käufer betrifft. Denn der Start des Quelle-Ausverkaufs am Sonntag hat dem insolventen Versandhaus einen regelrechten Boom beschert. Bis zum Montagnachmittag seien per Internet knapp 115.000 Bestellungen eingegangen, mehr als 60.000 davon allein am ersten Tag, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz. Einen solchen Ansturm habe Quelle selbst im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft bisher nicht erlebt: Am 23. Dezember 2008 waren 46.000 Internetbestellungen eingegangen. Die Quelle-Web-Seite wurde in den ersten beiden Tagen des Ausverkaufs 4,4 Millionen Mal angeklickt.

Ähnlich wie am Sonntag forderte der Ansturm auf die Quelle-Seite den Kunden auch am Montag Geduld ab, da sich die Homepage des Versandhauses zeitweise nicht oder nur mit Verzögerung öffnen ließ.

Sehr unterschiedlich begann dagegen der offizielle Ausverkauf in den rund 80 Quelle Technik Centern. Während die Quelle-eigenen Kaufhäuser in einigen Regionen einen Ansturm auf das preisreduzierte Warenangebot erlebten, lief andernorts - wie etwa in Nürnberg - der Verkauf schleppend an. Das lag auch daran, dass mancherorts der Ausverkauf schon seit Wochen läuft und Schnäppchenjäger daher dort schon vor Tagen nur halbleere Regale vorfanden.

böl/dpa

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insgesamt 679 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.11.2009 von sitiwati: und ohne

Mitarbeiter an allen Orten könnten Sie jetzt nicht am PC und Internet schreiben mehr...

09.11.2009 von Louis_XVI:

Ihrer Meinung nach ist das Management nur dazu da, viel Geld einzustreichen und jede Verantwortung, für Fehlentscheidungen, von sich zu weißen. Ebenso kann man die Meinung vertreten, das nicht die Quelle 82 Jahre lang Menschen [...] mehr...

09.11.2009 von sitiwati: mna sollte

erst mal dei ganze Gecshichte von Grundig lesen, bevor man einen Kommentar dazu abgibt, solange zB ein SIEMENS Mann an der Sptzie stand gabs zB wenig oder keine Probleme, dass man ausgerechnet einen RA an dei Spitze des Konzerns [...] mehr...

08.11.2009 von Pinarello:

Einspruch, Max Grundig hatte leider keine eigenen Kinder, jedenfalls nicht zur aktuellen Übergabe des Konzerns, deshalb auch der Verkauf ausgerechnet an den größten Konkurrenten in Europa, der ja dann ganze Arbeit geleistet und [...] mehr...

08.11.2009 von rabenkrähe:

..... Nicht nur von den Kindern, sondern zunächst von einem globalisierten System, das einzig dazu dient, den Faktor Arbeit so bedeutungslos wie nur irgend möglich zu machen. Bleibt nur abzuwarten, wie die Gesellschaft [...] mehr...

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