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25.11.2009
 

Neue Preisrunde

Gaskunden müssen bis zu 120 Euro mehr zahlen

Gasflamme: Kunden können durch einen Anbieterwechsel deutlich sparenZur Großansicht
dpa

Gasflamme: Kunden können durch einen Anbieterwechsel deutlich sparen

Pünktlich zur Heizsaison erhöhen die Energieversorger ihre Preise. Im Laufe des Jahres war Gas zunächst günstiger geworden, doch im Winter verlangen die Unternehmen jetzt wieder mehr. Für die Verbraucher steigen die Kosten um bis zu zwölf Prozent - SPIEGEL ONLINE zeigt, wer wie viel zahlen muss.

Berlin - Das Jahr 2009 fing aus Sicht der Verbraucher gut an: Durchschnittlich sind die Gaspreise in Deutschland seit Januar um 21 Prozent gefallen. Doch pünktlich zur Heizsaison im Winter deutet sich nun eine Trendwende an. Das Verbraucherportal toptarif.de hat ermittelt, dass rund 70 regionale Versorgungsunternehmen ihre Tarife in den kommenden Monaten verteuern. Dabei geht es um Preissteigerungen von bis zu zwölf Prozent.

"Für einen betroffenen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas bedeuten die Preiserhöhungen jährliche Mehrkosten von bis zu 120 Euro", erklärt Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.de. "Durchschnittlich werden fünf Prozent beziehungsweise 61 Euro mehr fällig."

Dabei müssten die Preiserhöhungen nicht unbedingt sein. Das beweisen zumindest andere Unternehmen, deren Gas sogar billiger wird. So gibt es im Dezember und Januar 43 Unternehmen, die ihre Preise um bis zu 14,4 Prozent senken. Als Grund geben die Firmen an, dass sie die günstigen Beschaffungskosten weitergeben, die aus den niedrigen Ölpreisen der ersten Jahreshälfte resultieren. Der Gaspreis ist in Deutschland an den Ölpreis gekoppelt.

Die großen SPIEGEL-ONLINE-Tabellen zeigen, wie viel Sie künftig für Ihr Gas zahlen müssen:

Im Gegensatz zu vielen kleineren und mittleren Anbietern wird es bei den Großversorgern kaum Änderungen zum Jahreswechsel geben. So haben E.on, RWE und die Berliner Gasag bereits angekündigt, ihre Gaspreise über den Jahreswechsel hinweg stabil zu lassen. Bei EnBW gibt es bislang noch keine Änderungsankündigung für 2010.

Trotzdem kann Gas auch bei den Großen teurer werden - zumindest indirekt. Dies gilt insbesondere für den größten deutschen Gasversorger E.on. Grund ist der Wegfall der "Winterrabatte", die ironischerweise bis Ende Dezember befristet sind. Mit anderen Worten: Mitten im Winter läuft der "Winterrabatt" aus. Der Rabatt sah eine Ersparnis von bis zu 1,05 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Gas vor.

Dass dieser Rabatt nun wegfällt, wird für viele Verbraucher teuer. "In den ersten Monaten des Jahres fallen in der Regel rund 45 Prozent des gesamten Heizbedarfs an", rechnet Bohg vor. "Ohne Rabatt kann es daher je nach E.on-Tochtergesellschaft und je nach Verbrauch um bis zu 151 Euro teurer werden."

Der schwache Dollar macht Öl und Gas günstiger

Immerhin: Ganz so schlimm wie befürchtet wird es für die Verbraucher offenbar nicht. Im Sommer hatten einzelne Experten für diesen Winter einen allgemeinen Gaspreissprung von bis zu 25 Prozent prognostiziert. Verglichen damit kommen die Kunden nun noch einigermaßen gut weg.

Der Ölpreis, dem der Gaspreis mit rund halbjähriger Verzögerung folgt, hat sich seit März 2009 auf etwa 80 Dollar verdoppelt. Allerdings profitieren die inländischen Gaskunden von der Schwäche des Dollar - in Euro ist Öl damit gar nicht so teuer. "Die inländischen Heizölpreise als Referenzprodukt der privaten Erdgaspreise sind bedingt durch den starken Euro nur geringfügig gestiegen", erklärt Bohg. "Dadurch ist der Anpassungsdruck bei den Gaspreisen wesentlich geringer als angenommen."

Verbraucherschützer empfehlen Gaskunden, die Möglichkeit eines Anbieterwechsels zu nutzen. Laut toptarif.de lassen sich so zum Teil mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

wal

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09.08.2010 von tobilechat: Derer Möglichkeiten sind nur wenige

1. Ständig den Strom- und gegebenenfalls Gasanbieter wechseln. 2. Die großen Stromkonzerne inklusive Tochterfirmen meiden. 3. Seinen Strom per Sonnenkollektor selbst erzeugen. Jedoch am allerbesten: den Stromverbrauch [...] mehr...

06.06.2010 von gucky2009:

Uuuiii. Jetzt sind schon 10 Cent. Die Frage ist wer hier Spinnt oder Phantasiert. Oder ist das nur einfach großzügick aufgerundet? mehr...

30.05.2010 von TomTheViking: wie naiv muss man sein?

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