Mittwoch, 10. Februar 2010

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26.11.2009
 

Verdacht auf Wettbewerbsverzerrung

EU ermittelt gegen E.on-Ruhrgas

E.on-Zentrale in Essen: Vorwürfe der EU-Kommissare
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dpa

E.on-Zentrale in Essen: Vorwürfe der EU-Kommissare

Die EU-Kommission wirft dem Energiekonzern E.on laut "Financial Times Deutschland" wettbewerbswidriges Verhalten vor. Konkurrenten sollen am Markt behindert worden sein. Ein möglicher Kompromiss könnte das Unternehmen teuer zu stehen kommen.

Hamburg - Die EU-Kommission geht einem Zeitungsbericht zufolge dem Verdacht wegen Verzerrung des Wettbewerbs am Gasmarkt durch das Energieunternehmen E.on nach. Die Brüsseler Behörde moniert, die Tochterfirma E.on-Ruhrgas habe Transportkapazitäten im Ferngasnetz verknappt und damit Wettbewerber behindert, wie die "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) aus Branchenkreisen erfuhr. Weder E.on noch die EU-Kommission wollten dies gegenüber der Zeitung kommentieren.

Beide Seiten verhandeln nach "FTD"-Informationen über einen Kompromiss. Die Kommission könnte erneut erhebliche Zugeständnisse von E.on verlangen und im Gegenzug von einer Untersuchung absehen. Ein früheres Missbrauchsverfahren gegen E.on bei Strom mündete in der Abgabe von 5000 Megawatt Kraftwerksleistung an Wettbewerber und einen Verkauf des Hochspannungsnetzes.

Brüssel hatte im Mai 2007 bereits ein Verfahren gegen eine RWE-Gasnetz-Tochter eingeleitet, das ein Jahr später eingestellt wurde. RWE Chart zeigen stimmte einem Verkauf der inzwischen in Thyssengas umbenannten Gesellschaft zu, um Sanktionen zu vermeiden. E.on betrachtet sein Ferngasleitungsnetz bisher als unverzichtbaren Teil des Kerngeschäfts. Mit 11.600 Kilometern ist es zudem mehr als doppelt so lang wie das RWE-Netz und länger als alle anderen Ferngasnetze in Deutschland.

Der Energieriese war erst Ende Oktober in die Schlagzeilen geraten, als er vor dem Hamburger Landgericht nach mehr als vierjähriger Verhandlungsdauer einen Prozess um Gaspreiserhöhungen verlor.

52 Kunden von E.on Hanse hatten mit Unterstützung der Verbraucherzentrale gegen Preiserhöhungen geklagt, das Gericht erklärte entsprechende Klauseln in den Kundenverträgen für ungültig. Es war der bisher längste Prozess um Gaspreise in Deutschland.

jok/AFP/dpa-AFX

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