Von Oliver Lepold
Hamburg - Und jetzt ist sie auch noch pleite. Nach drei Scheidungen, zwei Brustkrebs-Behandlungen und dem Sieg über die Sucht nach Schmerztabletten gestand "3 Engel für Charlie"-Star Kate Jackson vor kurzem, sie sei komplett ruiniert. In den Gerichtsdokumenten heißt es, das Haus am Golden Strip in Santa Monica sei dramatisch überteuert gewesen. Die 62-Jährige hatte es für gut zwei Millionen Dollar ausgerechnet bei der Person gekauft, der sie ihre Finanzen anvertraut hatte.
Sie habe gewusst, dass sie es sich nicht habe leisten können, aber ihr Berater Richard B. Francis habe kurzerhand die Sparkonten geplündert, so Jackson. Mehr als drei Millionen Dollar will der Racheengel vor Gericht wieder reinholen. Francis, der Jackson von ihrer verstorbenen Kollegin, Hollywood-Ikone Farrah Fawcett, empfohlen worden war, bleibt derweil gelassen. "Es wird mit einem Vergleich enden." Er sei seit mehr als 50 Jahren im Geschäft und habe einen untadeligen Ruf.
Die US-Schauspielerin reiht sich ein in eine Serie von Fällen, in denen sich Stars von ihren Anlageberatern betrogen fühlen. Oscar-Preisträger Nicolas Cage verklagt seinen Finanzberater James Levin auf 20 Millionen Dollar, weil dieser den Mimen zu riskanten Immobiliengeschäften verleitet haben soll, die zu katastrophalen Verlusten geführt hätten. Cage musste unter anderem sein Schloss im bayerischen Neidelstein verkaufen, ohne es jemals selbst bewohnt zu haben. Der beschuldigte Berater wehrt sich. Die Verfahren laufen noch.
Jüngster Fall: Einer der renommiertesten Berater der Schönen und Reichen, Kenneth Starr, wurde wegen Anlagebetrugs verhaftet. Er soll sich auf ältere Persönlichkeiten aus der Filmbranche spezialisiert haben und ihm anvertraute Gelder in riskante Geschäfte oder direkt in seine Taschen gesteckt haben. Schaden: 59 Millionen Dollar. Ein Fest für die Regenbogenpresse, die rätselt, wer betroffen ist. Schließlich gehören auch die Schauspieler Wesley Snipes, Sylvester Stallone, Uma Thurman und Regisseur Martin Scorsese zu Starrs Kunden.
Verprasst haben will aber kaum ein Prominenter sein Vermögen. Was ist dann passiert? Sind vermögende Prominente, die ihr Geld nicht in der Wirtschaft gemacht haben, etwa leichtgläubiger als andere? Renommierte Vermögensverwalter mit prominenten Kunden sind diskret und äußern sich nicht offiziell zu diesem Punkt. Informelle Aussagen gehen in die Richtung, dass die Promi-Klientel bei Anlageentscheidungen und -strategien sowohl vor sich selbst als auch vor anderen Vermittlern geschützt werden muss.
Denn Promis, insbesondere aus dem Sektor Unterhaltung, haben nicht mehr Ahnung von Kapitalanlagen als Normalverbraucher. Die wenigsten haben zudem Lust und Zeit, sich mit Geld zu beschäftigen und einen Finanzplan aufzustellen - sie haben ja vermeintlich genug liquide Mittel. Meist wird schnell und hitzköpfig entschieden und sehr häufig nicht verstanden, wofür man sich mit einer Investition entschieden hat.
Die typischen Fehler prominenter Anleger: Sie erkennen Risiken nicht, haben eine zu hohe Spekulationsneigung und - immer wieder - falsche Ratgeber. Zuletzt kommt noch der Effekt Gier hinzu, denn auch Stars lassen sich gern von illusorischen Renditen blenden.
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Das ist doch ganz einfach erklärt: 1. Ein hohes Einkommen wird erarbeitet was wiederrum bedeutet, 2. dass sich die "Promi`s" einen kostspieligen Lebensstil angewöhnen. 3. Wenn dann aber das Einkommen abhanden kommt, [...] mehr...
Grundsätzlich glaube ich, dass es den Promis auch nicht anders geht, als allen anderen: Hin und wieder greift halt einer ins Klo. Nur dass es bei denen dann in der Zeitung steht. Ein paar werden ihr Geld schlicht auf den [...] mehr...
Also, betrüblich finde ich es immer, wenn jemandem Schlechtes widerfährt. Auch dann, wenn er leichtgläubig oder gierig war. mehr...
Die Frage ist, was sagt uns dieser Artikel? Ich denke, die meisten "Normalbürger" sind genauso gefährdet, ihr Geld zu verlieren (oder haben es bereits getan), es berichtet nur keiner darüber. Umso mehr ein Grund, sich [...] mehr...
und registrierte spd wähler bekommen das gas umsonst. endlich ein mehrheitsfähiges modell. mehr...
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