Berlin - Deutsche Kunden können auf niedrigere Gebühren hoffen, wenn sie Bargeld an fremden Bankautomaten abheben: Zwar wird es zunächst keine allgemein gültige Obergrenze geben, doch der Verband der Privatbanken (BdB) ist nun vorgeprescht. Die privaten Institute wollen von fremden Kunden ab Januar höchstens 1,95 Euro für die Auszahlung verlangen, teilte der Verband mit. Bislang kostet das im Schnitt mehr als fünf Euro.
In einer Pressemitteilung setzt der BdB die Konkurrenz unter Druck. Die nun getroffene Vereinbarung stehe "jeder Sparkasse und Volksbank zur Teilnahme offen". Das Ziel der privaten Banken ist klar: Sie wollen, dass Sparkassen und Volksbanken auch ihrerseits die Gebühren senken. Das würde dann vor allem den Kunden der Privatbanken nützen - denn bundesweit gibt es deutlich mehr Geldautomaten von Sparkassen und Volksbanken als von Privatbanken.
Zuvor hatten sich die drei Bankenverbände im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) geeinigt, dass die Kunden künftig bei einer Abhebung jeweils sehen, welche Kosten auf sie zukommen. Sparkassen, Privatbanken und Genossenschaftsbanken setzen darauf, dass die Transparenz Wirkung zeigt: "Wir gehen davon aus, dass die gefundene Regelung schnell zu sinkenden Preisen führt", sagte ein ZKA-Sprecher.
Kunden auf dem Land benachteiligt
Das Bundeskartellamt ist mit dem Mini-Kompromiss allerdings unzufrieden. Ein Behördensprecher sagte, Transparenz allein werde nicht zu sinkenden Preisen führen: "Es gibt keinen hinreichenden Wettbewerb um Fremdkunden am Geldautomaten."
Auch Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), die auf Preissenkungen gedrängt hatte, bezeichnete die Einigung als unzureichend: Der Kompromiss der Banken sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte ihr Sprecher. Die Verbraucher hätten aber Anspruch auf eine rasche Lösung: "Wir erwarten von allen Banken, dass sie auch Fremdkunden ein angemessenes und transparentes Preismodell anbieten." Gebühren von bis zu 20 Euro seien nicht akzeptabel. Der Koalitionspartner FDP kritisierte, dass Kunden in ländlichen Regionen wegen fehlender Alternativen beim Geldabheben einen Nachteil haben könnten.
Mit dem Mini-Kompromiss haben Sparkassen und Genossenschaftsbanken eine zentrale Forderung durchgesetzt. Sie hatten statt einer Deckelung der Gebühr das "direkte, transparente Kundenentgelt" favorisiert, weil sie ein kostspieliges flächendeckendes Netz von zusammen mehr als 40.000 Automaten unterhalten. Sie beklagen, dass die Direktbanken, die sich die Kosten für Wartung und Befüllung der Automaten sparen, davon profitieren.
cte/Reuters
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Ich kapiere nicht, wieso schießt hier jeder auf die Bank, bei der man evtl. als Fremdkunde Geld abhebt und "abkassiert" wird? Die Belastung für das "Fremdgehen" erledigt doch die eigene Hausbank, bei der ich [...] mehr...
... Aber Service. Daher bin ich nicht Direktbankkunde...trotzdem sollte eine Leistung einen für beide Seiten fairen Preis haben. Das wären dann die 2 €. mehr...
Na ja, wenn ich wegen 2 Euro Kontoführungsgebühr zu einer Direktbank wechsle, darf ich mich auch nicht beschweren, wenn ich dann bei den anderen Banken Gebühren zahlen muss. Konto bei der Berliner Sparkasse: 2 Euro/Monat - [...] mehr...
Womit? Mit Kreditkarte? Ich habe nur eine Bank gefunden, die kostenlose Abhebungen. Kring Sri hieß sie, glaube ich. Ne gelbe Bank auf jeden Fall. Bei allen anderen Automaten hat es 150 THB gekostet. Das waren mal (bei einem Kurs [...] mehr...
Und wieso verpflichtet das die SpaKa einen Dreck für die armen Voba-Kunden zu tun? Denen wärs doch am liebsten alle Voba würden dicht machen müssen, wieso denen helfen ihre Kunden zufrieden zu stellen? mehr...
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