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03.09.2010
 

Teure Konten

EU will Abzockerei bei Bankgebühren stoppen

Kunden am Geldautomat: Banken sollen über Gebühren besser informieren Zur Großansicht
DDP

Kunden am Geldautomat: Banken sollen über Gebühren besser informieren

Was kostet ein Konto? Häufig werden die Gebühren nicht genau angegeben, klagt die EU-Kommission. Sie wirft den Banken mangelhafte Transparenz vor - und droht mit einem Gesetz gegen die Schummelei.

Brüssel - Die EU-Kommission macht Front gegen mangelnde Transparenz bei der Berechnung von Kontokosten: Bankkunden würden mit Billigangeboten angelockt und hintenrum über versteckte Gebühren abgezockt, lautet der Vorwurf.

Binnenmarktkommissar Michel Barnier kritisiert in einem Brief an die europäischen Bankenverbände, aus dem die "Financial Times Deutschland" ("FTD") zitiert: "Die Gebührenstrukturen sind oft so undurchsichtig, dass Verbraucher nicht wissen, was sie wofür bezahlen. Oft bekommen sie Dienstleistungen, die sie gar nicht brauchen", heiße es in dem Schreiben.

Künftig sollen Europas Banken laut "FTD" alle Gebühren, Kosten und Provisionen, die für die Kontoeröffnung, Kontoführung und -schließung anfallen, sowie Kosten für Produkte und Dienste, die an das Konto gebunden sind, offenlegen. Wenn sie sich nicht selbst "in einem angemessenen Zeitraum" auf ein einheitliches Informationsblatt für die Kunden verständigten, werde Brüssel gesetzgeberisch tätig, warnt der EU-Kommissar.

Deutschland liegt im Mittelfeld

Die Kontokosten sind europaweit sehr unterschiedlich. Knapp hundert Euro zahlt etwa ein Bankkunde in Deutschland pro Jahr. Das klingt zunächst viel, doch im europäischen Vergleich liegt die Bundesrepublik damit gerade mal im Mittelfeld: In Italien und Spanien müssen Kontoinhaber laut EU-Kommission das Dreifache zahlen.

Teurer als deutsche Banken sind laut der Erhebung der Kommission auch die Institute in Frankreich und Österreich. Sie erheben demnach Gebühren in Höhe von rund 150 Euro. Die günstigsten Konten gebe es in Portugal, Bulgarien und Belgien. Die großen Unterschiede seien ein Indiz für Marktversagen, schreibt Barnier.

Verbraucherschützer loben den Vorstoß der Kommission. "Wir fordern schon lange unabhängige Preisvergleiche und einen jährlichen Gebührenauszug, der alle gezahlten Gebühren ausweist", sagte Monique Goyens, Chefin des europäischen Verbraucherverbands Beuc der Zeitung.

cte/dpa-AFX

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insgesamt 29 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
04.09.2010 von Hadraniel: Direktbanken II

Nachtrag: ich hab doch schonmal mit Bankmenschen geschwatzt. Ein Ratenkredit für ein Kraftfahrzeug. Da war die örtliche Sparkasse tatsächlich billiger als diverse Direktbank-Kredite, die auch "lustige" Werbung machen, [...] mehr...

04.09.2010 von Hadraniel: Direktbanken

Vielleicht bin ich da nicht der Durchschnittskunde, aber ich frage mich, welchen Service und welche Betreuung man als Kunde von einer Bank erwartet, nein, benötigt? Ich nutze seit 1995 Direktbanken (Bank24, ab 2000 [...] mehr...

04.09.2010 von Crom: ...

Wer die Presse verfolgt hat, weiß z.B., dass die Volksbanken ganz vorn dabei waren, Lehman-Schrott-Zertifikate zu verkaufen. Das ist sogar rechtskräftig bewiesen: [...] mehr...

04.09.2010 von Crom: ...

Ich selbst nicht, kenne aber genügend, die gewechselt sind. Eine Bekannte von mir, Konto bei einer Volksbank in Thüringen, konnte nicht einmal bei der örtlichen Volksbank in Konstanz Geld abheben. Die Volksbanken sind sich nicht [...] mehr...

04.09.2010 von Crom: ...

Nö, wie soll ich die Gewinne denn ohne Konto realisieren? mehr...

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