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09.09.2010
 

Inflation

Teures Öl lässt Verbraucherpreise steigen

Kraftstoffpreise: Hauptgrund für höhere Lebenshaltungskosten im AugustZur Großansicht
dpa

Kraftstoffpreise: Hauptgrund für höhere Lebenshaltungskosten im August

Die Verbraucherpreise sind im August moderat gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren sie 1,0 Prozent höher als im Vorjahr. Hauptgrund für den Anstieg sind Teuerungen bei Heizöl, Benzin und Diesel.

Hamburg - Die Verbraucherpreise sind im August leicht gestiegen: Bürger mussten 1,0 Prozent mehr für ihre Lebenshaltung ausgeben als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit.

Die Inflationsrate sank damit im Vergleich zum Juli geringfügig. Im Vormonat hatte sie 1,2 Prozent betragen. Wie bereits in den vergangenen Monaten trieben auch im August vor allem Mineralölprodukte wie Heizöl und Benzin die Preise in die Höhe. So kostete Heizöl 15,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Benzin und Diesel waren 5,3 Prozent teurer. Die Strompreise stiegen im Vergleich zu August 2009 um 3,3 Prozent.

Die Preise für frisches Obst und Gemüse sowie für frischen Fisch stiegen im August um 11,8 Prozent an. Preisrückgänge dagegen gab es bei Gas (minus 4,1 Prozent), Fernwärme (minus 6,8 Prozent) und Pauschalreisen (minus 1,0 Prozent).

Discounter senken die Preise

Während die Lebenshaltungskosten generell stiegen, können sich Verbraucher zumindest bei Discountern auf sinkende Preise einstellen. Die Supermarktketten verbilligen ihre Produkte - zum achten Mal in diesem Jahr. Unter anderem wird Fisch aus der Tiefkühltruhe weniger kosten. Auch für Schokolade und Kekse sollen die Preise sinken, wie Aldi und Penny am Donnerstag mitteilten. Zudem sollen Kunden für Tiefkühl-Obst, Joghurt, Konfitüre und Wein weniger bezahlen.

Die Discounter unterbieten sich 2009 gegenseitig mit ihren Preisen: Fast monatlich verbilligen sie Produkte, um neue Kunden und Marktanteile zu gewinnen. In der Regel startet Marktführer Aldi die Senkungsrunden, der Rest der Branche zieht nach. 2009 gab es insgesamt zwölf Rabattwellen. Die Preissenkungen sind möglich, weil es in der Finanz- und Wirtschaftskrise billiger ist, Lebensmittel zu beschaffen.

ulz/AFP

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