Kampf gegen Falschgeld Neuer 50-Euro-Schein wird eingeführt

Kein Geldschein wird so oft gefälscht wie die 50-Euro-Note. An diesem Dienstag bringen Europas Währungshüter ein neues, angeblich betrugsresistentes Modell auf den Markt. Hier können Sie sich den neuen Fünfziger ansehen.

Neuer 50-Euro-Schein
BECHER/EPA/REX/Shutterstock

Neuer 50-Euro-Schein


Mehr Sicherheit für die am häufigsten gefälschte Euro-Banknote: Seit Dienstag bringen Europas Notenbanken den neuen 50-Euro-Schein in Umlauf. Dieser soll fälschungssicherer sein als sein Vorgänger. Nach Bundesbank-Zahlen entfielen auf ihn im vergangenen Jahr sechs von zehn Falschgeldscheinen.

Vor allem ein Porträtfenster soll Kriminelle vor Probleme stellen: Dieses wird durchsichtig, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Dann wird ein Bildnis der griechischen Mythengestalt Europa sichtbar, die Namensgeberin der zweiten Euro-Banknotenserie seit Einführung der gemeinsamen Währung ist. Der aufgedruckte Wert "50" auf der linken unteren Seite ändert zudem beim Kippen des Scheins je nach Blickwinkel die Farbe von Smaragdgrün in Tiefblau.

Der Fünfziger ist gemessen an der Stückzahl der wichtigste Euro-Geldschein. 46 Prozent der Banknoten sind 50-Euro-Scheine. 5,4 Milliarden Stück des neuen Scheins wollen Europas Notenbanken im ersten Schritt über Geldautomaten, Bankschalter und Ladenkassen in Umlauf bringen.

Wer am Dienstag beim Geldabheben oder im Wechselgeld an der Kasse im Supermarkt sofort neue Fünfziger erwartet, könnte allerdings enttäuscht werden. Die Einführung erfolgt schrittweise, und die alten Scheine bleiben gültig. Erst nach und nach werden sie von den Notenbanken aus dem Verkehr gezogen.

Der aufgefrischte Fünfziger ist der vierte Neuzugang der "Europa-Serie": Fünfer, Zehner und Zwanziger wurden schon mit neuen Sicherheitsmerkmalen eingeführt. Bis Ende 2018 sollen 100- und 200-Euro-Scheine neu aufgelegt werden. 500-Euro-Scheine sollen dann nicht mehr ausgegeben werden.

Banken und Handel hatten bereits in den vergangenen Monaten Gelegenheit, Geräte und Personal auf die neuen Fünfziger vorzubereiten. Probleme wie bei der Einführung des neuen Fünfers vor knapp vier Jahren sollte es nach Einschätzungen der Bundesbank daher nicht geben. Im Mai 2013 konnte man anfangs an manchen Automaten Tickets nicht mit dem neuen Fünf-Euro-Schein zahlen, weil die Software der Geräte nicht rechtzeitig umgestellt worden war.

ssu/dpa



insgesamt 26 Beiträge
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guentherzaruba 04.04.2017
1. Diese Scheine sind
von den Motiven und technisch, Absolute Meisterwerke und ganz große Kunst. Darf ich mal nach den Herstellungskosten fragen ??
auweia 04.04.2017
2. Schick. Aber....
Der neue Fünfziger ist gut gemacht und sicherlich schwer zu fälschen. Die alten "Fuffies" behalten jedoch ihre Gültigkeit. Wäre ich Fälscher, würde ich wohl mit dem "bewährten" Muster weitermachen und bräuchte mich nicht umzustellen.
pimpipump 04.04.2017
3.
Beim 20er war es bei einer gesamten Stückzahl von 3+Mrd bereits ein riesiger Aufwand für die paar (25.000 im 1. HJ 2015) Blüten. Geld machen mit dem Geld machen, Siegel "Sicherheit" rauf, weitere Fragen erübrigen sich. Wenigstens haben Druck- und Automatenindustrie wieder was zu tun...
phboerker 04.04.2017
4. @guentherzaruba
Meines Wissens zahlt die EZB zwischen 10 und 15 Cent pro Schein, was wegen des harten Wettbewerbs unter den verschiedenen Gelddruckereien der Eurozone kaum die Herstellungskosten deckt.
kewlo 04.04.2017
5.
Zitat von guentherzarubavon den Motiven und technisch, Absolute Meisterwerke und ganz große Kunst. Darf ich mal nach den Herstellungskosten fragen ??
Von der Gestaltung und Vorbereitung her bestimmt einiges (EUR 100.000+ ?). Von den Herstellungskosten vielleicht EUR 0,02. Es gibt gute Gründe, warum Regierungen Papiergeld so lieben - man kann es von heute auf morgen entwerten. In Deutschland sah man das 1923 und 1945 (und trotzdem hat man in Deutschland nichts dazugelernt). In Venezuela sieht man es noch heute. Die Menschen nehmen es aber hin, weil Papier so _praktisch_ sei. Schmutzige, hässliche Gold- und Silbermünzen - Pfui Deubel! ;-((
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