ADAC-Bilanz: April war der teuerste Autofahrermonat aller Zeiten

Der Benzinpreis hat im April alle Rekorde geschlagen: Ein Liter Kraftstoff kostete im Monatsschnitt so viel wie nie zuvor. Der teuerste Tag für Autofahrer war der 29. April.

Benzinpreistafel vom 29. April 2010: Höchstpreise kassiert Zur Großansicht
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Benzinpreistafel vom 29. April 2010: Höchstpreise kassiert

München - Der April war der teuerste Monat aller Zeiten für deutsche Autofahrer. Der Preis für einen Liter Superbenzin lag im Schnitt bei 1,564 Euro, teilte der ADAC am Montag mit. "Nie zuvor war damit Benzin in einem Monat teurer als im April", erklärte der Autoclub. Den Höchstpreis kassierten die Tankstellen am 29. April. Damit hatte der Benzinpreis am Freitag deutlich über dem Rekord vom 4. Juli 2008 gelegen. Damals kostete ein Liter 1,595 Euro.

Über das Wochenende fiel der Benzinpreis aber deutlich von seinen Rekordständen zurück. Nach 1,62 Euro für einen Liter Superbenzin am Freitag lag der Preis am Montag bei 1,58 bis 1,59 Euro, teilte ein Sprecher der Mineralölindustrie mit. Diesel kostete im Schnitt 1,43 Euro nach 1,46 Euro.

Ölpreis fällt

Der Ölpreis fiel am Montag ebenfalls, nachdem US-Präsident Barack Obama den Tod des Qaida-Führers Osama Bin Laden bekanntgegeben hatte. Das für Europa wichtige Nordseeöl der Sorte Brent sank im Preis um zeitweise mehr als zwei Dollar auf 122,60 Dollar pro Barrel (159 Liter). Noch deutlich stärker war der Rückgang beim US-Öl, das am Freitag noch über 114 Dollar kostete und am Montag zeitweise bei 111 Dollar notierte. Händler erklärten den Rückgang damit, dass das Terrornetzwerk nach dem Tod Bin Ladens möglicherweise nicht mehr so handlungsfähig sei wie vorher.

Der Einbruch beim Benzinpreis steht nicht im Zusammenhang mit dem Tod des Terrorführers. Seit Jahren geht der Preis am Wochenende zurück. Die Ölkonzerne nehmen nach eigenen Angaben am Wochenende nur Preissenkungen vor, keine Preisanhebungen. Nach Untersuchungen des ADAC sind daher der Sonntag und der Montagvormittag die billigste Zeit der Woche zum Tanken. Oft hält der Preisverfall nicht lange an, und die Tankstellen setzen im Lauf des Montags die Preise wieder hoch.

Diesel verteuerte sich im April gegenüber März um 1,6 Cent auf durchschnittlich 1,45 Euro. Den Höchstpreis von 1,48 Euro verlangten die Tankstellen am 22. April. "Auffällig dabei ist, dass die Tageshöchststände beider Kraftstoffsorten auf einen Freitag fielen", kritisierte der ADAC.

yes/dapd/dpa

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insgesamt 12 Beiträge
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1. soll aber keiner glauben..
fritz_64 02.05.2011
das der sinkende Ölpreis etwas an den Preisen für Benzin/Diesel ändert. Das wäre auch gar nicht im Sinne unseres Bundesfinanzministers..
2. Für mich auch...
Skarrin 02.05.2011
... aber nur weil ich das Pech hatte, über Ostern als Mietauto statt des bestellten Kleinstwagens (Panda, Fox, i10, o.ä.) einen Nissan Quatschkai zu bekommen, und dann auch noch in der 7-Sitzer-Langversion. Säuft wie gestört und paßt in keine Parklücke, wer sich sowas freiwillig antut verdient wirklich kein Mitleid. Ab heute winke ich wieder aus meinem Elektroauto den Tankstellen-Preisschildern zu :-) Gruß Skarrin
3. Teuerster Monat aller Zeiten?
sappelkopp 02.05.2011
Glaube ich nicht, das geht doch erst richtig los. Es wird noch viele teuerste Monate aller Zeiten geben.
4. Mit Füssen getretenes Familienbuget
mitbestimmender wähler 02.05.2011
Bürger-Bilanz: EU Beitritt waren die teuersten Jahre für das Deutsche Volk und ein Rückschlag für jedes Familienbuget. EU Nein
5. Der Finanzminister....
robertusk 02.05.2011
Zitat von fritz_64das der sinkende Ölpreis etwas an den Preisen für Benzin/Diesel ändert. Das wäre auch gar nicht im Sinne unseres Bundesfinanzministers..
....verdient immer gleich viel, egal wie teuer der Sprit ist, da die Steuern pro Liter immer gleich bleiben. Ihm sollte es lieber sein, wenn der Preis sinkt, denn dann tanken die Verbraucher lieber und mehr.
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