Lebensmittelbetrug in Alaska Restaurant serviert falsch deklariertes Fleisch

Filet vom Alaska Rentier - so stand es auf der Speisekarte eines Restaurants in Fairbanks. Doch wer es bestellte, bekam stattdessen Rothirsch aus Neuseeland serviert. Dafür muss der Betreiber nun 50.000 Dollar Strafe zahlen.

Rentier in Alaska
imago/ Anka Agency International

Rentier in Alaska


Ein Restaurant im US-Bundesstaat Alaska hat seinen Kunden jahrelang Rothirsch aus Neuseeland als heimisches Rentier verkauft. Mindestens seit 2013 sei das importierte Fleisch serviert worden, teilte die zuständige Staatsanwältin mit.

Auf der Karte war das Fleisch als Filet vom Rentier aus West-Alaska angepriesen worden. Dort sei es von Indigenen gezüchtet worden. Stattdessen handelte es sich jedoch um Elk aus Neuseeland.

Der Betrug war demnach bei einer Routinekontrolle in dem Restaurant in Fairbanks im August 2015 aufgeflogen. Möglicherweise verkaufte das Restaurant aber bereits vor 2013 falsch deklariertes Fleisch, so die Staatsanwältin. Beweise gebe es dafür aber nicht. Ein Mitarbeiter sagte später aus, in den Jahren, in denen er dort arbeitete, sei in dem Restaurant nie Rentier serviert worden.

Der Betreiber hat sich nun mit dem Gericht geeinigt, 50.000 Euro Strafe zu zahlen. Am vergangenen Wochenende entschuldigte sich das Restaurant nach eigenen Angaben außerdem in lokalen Medien dafür, seine Kunden getäuscht zu haben. In der Zwischenzeit sei das Menü verändert worden, berichtete KTVA CBS 11 News. Nun wird auf der Karte ein Filet vom Rothirsch angeboten.

brk/AP

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