Discounter Aldi erhöht Preise für Milch kräftig

Aldi verteuert seine Milch erheblich. Der Preis für fettarme Milch steigt um 43 Prozent. Andere Supermarktketten dürften nachziehen.

Milch.
DPA

Milch.


Für Frischmilch zeichnet sich ein kräftiger Preisanstieg im deutschen Lebensmittelhandel ab. Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd haben den Preis für fettarme Frischmilch um 18 Cent auf 60 Cent je Liter angehoben. Das ergab eine Stichprobe bei Aldi Süd am Mittwoch. Der Preis legte damit um knapp 43 Prozent zu.

Bei frischer Vollmilch stieg der Preis um 19 Cent auf 65 Cent je Liter - 41 Prozent mehr als bisher. Das Schwesterunternehmen Aldi Nord bestätigte die höheren Preise für diese Produkte. Auch einige andere Produkte wie Biomilch und Kräuterquark wurden bei Aldi Süd teurer. Ebenso stieg der Preis für H-Milch, wie Aldi Süd bestätigte.

Der 1. November ist der Stichtag für neue Halbjahresverträge zwischen Molkereien und Handelskonzernen für Trinkmilch sowie eine Reihe von Milchprodukten. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die großen Supermarktketten. Daher wird erwartet, dass weitere große Lebensmittelhändler die Preise für Trinkmilch anheben werden.

Es hatte sich bereits abgezeichnet, dass Molkereien bei der jüngsten Verhandlungsrunde höhere Preise durchsetzen konnten. Die Milchbauern leiden seit Längerem unter einem sehr niedrigen Preisniveau. Mit höheren Preisen für Trinkmilch ist für sie die Krise aber noch nicht ausgestanden, wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter vergangene Woche erklärt hatte.

hej/dpa



insgesamt 121 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ruhepuls 02.11.2016
1. Nicht gierig werden...
Jetzt dürfen die Milchbauern nur nicht gierig werden - und wieder die Mengen hochziehen. Dann nämlich fallen logischerweise auch die Preise wieder. Der Preisverfall wurde ja nur möglich, weil immer mehr Milch "produziert" wurde.
trader_07 02.11.2016
2. Für gute Milch...
Für gute Milch zahle ich schon einige Zeit zwischen 1,29 und 1,39 Euro. Dieser Preis wird sich jetzt auch nicht ändern.
christa.hans 02.11.2016
3. Mal abwarten................
ob bei den Milchbauern auch etwas davon ankommt. ruhepuls 1. Das ist sicherlich ein Problem mehr, mehr , mehr Es ist aber nicht nur bei der Milch so, sondern ein generelles Problem der Massentierhaltung.
stefan.martens.75 02.11.2016
4. Angebot und Nachfrage
So einfach ist das nunmal! Wenn weniger produziert wird oder mehr nachgefragt wird steigen sie Preise. Bauern scheinen die einzigen zu sein, die der Meinung sind soviel produzieren zu können wie sie wollen, ohne das das Einfluss auf den Preis hat. Für mich ist der Milchpreis immer noch viel zu niedrig, da ich 1,19 Mark pro Liter auch schon vor 20 Jahren bezahlt habe. Aber da gab es auch noch Kühe die die Hälfte an Milch abgegeben haben wir heute.
sinner71 02.11.2016
5. ich wünsche mir .. ...
,. .. .. . das das Geld auch wirklich bei den Bauern ankommt. Mal abgesehen von dieser haltbare Milch, bin ich gerne bereit auch einen Euro für Tagesfrischmilch zu bezahlen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.