Angst um den Euro Ist mein Geld jetzt noch sicher?

Der Glaube an den Euro ist erschüttert - schon bangen viele Bürger um ihr Erspartes. Doch müssen wir wirklich Angst haben um unser Geld? SPIEGEL ONLINE zeigt, worauf Sie bei der Vermögensanlage jetzt achten müssen.

Goldbarren und Granulat: "Für die, die an die totale Krise glauben, ist Gold richtig"
REUTERS

Goldbarren und Granulat: "Für die, die an die totale Krise glauben, ist Gold richtig"

Von , Frankfurt am Main


Die Dämme scheinen endgültig gebrochen: 750 Milliarden Euro wollen die Euro-Staaten für Krisenländer im Notfall zur Verfügung stellen, die EZB hat angefangen, zweifelhafte Staatsanleihen aufzukaufen, der Euro-Kurs geht hoch und runter. Da liegt plötzlich eine Frage nahe, von der wir lange dachten, sie nie mehr stellen zu müssen: Wie sicher ist unser Geld? Sind die mühsam zusammengetragenen Euro auf der Bank in zwei Jahren massiv entwertet? Und wenn ja - wie kann ich mein Vermögen dann schützen?

Experten warnen vor Panik. Der neue Notfallplan der Euroländer zur Stabilisierung der Währung "bringt erst einmal Beruhigung", sagt etwa Stefanie Kühn, unabhängige Honorarberaterin aus Grafing bei München. Hektisches Hin- und Herschieben von Anlagen bringe deshalb nichts.

Gedanken machen allerdings sollte man sich schon. "Es ist ein guter Moment, Dinge zu hinterfragen", sagt Beraterin Kühn. Wer die Krisenfestigkeit seiner Anlagen bislang noch nicht geprüft habe, "sollte das spätestens jetzt tun".

Denn viele Investments, die bislang als reichlich konservativ oder als besonders renditeträchtig galten, haben ihren guten Ruf gründlich verspielt. "Vieles davon war schlicht Etikettenschwindel", sagt etwa Bankenprofessor Hans-Peter Burghof. Also gilt nun: Die eigenen Akten durchforsten und schauen, wo genau das Geld investiert ist. Anleger von Investmentfonds etwa sollten gucken, wofür im Einzelnen ihr Geld ausgegeben wird.

Grundsätzlich gilt jetzt mehr denn je: So vielseitig anlegen wie möglich. Denn die künftigen Entwicklungen einzelner Anlageklassen sind so ungewiss, wie vielleicht noch nie in der Nachkriegsgeschichte.

SPIEGEL ONLINE zeigt, worauf Sie achten müssen.

insgesamt 112 Beiträge
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Seite 1
dipl_arch 11.05.2010
1. Erspartes?
Erspartes ist gut! Mittlerweile ist es doch so dass man zum monatlichen Überleben schon längst ans Ersparte geht. Wirklich witzig.
galaxyaner 11.05.2010
2. Tipps zur Geldanlage
Zitat von sysopDer Glaube an den Euro ist erschüttert - schon bangen viele Bürger um ihr Erspartes. Doch müssen wir wirklich Angst haben um unser Geld? SPIEGEL ONLINE zeigt, worauf Sie bei der Vermögensanlage jetzt achten müssen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,694235,00.html
Jetzt habe ich gute Tipps erhalten, was ich NICHT machen soll mit meinem Geld aber was ich wirklich noch machen kann, ohne Verluste hin nehmen zu müssen? Darauf gibt der Artikel keine Antwort.
Family Man 11.05.2010
3. !
Die Globalisten (Goldman Sachs, JP Morgan etc.) haben eindeutig vor, den ganzen Erdball leer zu plündern. Leider knicken unsere Politiker für die Erpressungen ein und verpfänden unsere Renten, Infrastruktur usw. Mit genau der gleichen Methode haben die Bänker zuvor die Dritte-Welt Länder in die Schuldensklaverei gestürzt. Jetzt sind wir dran. Wir müssen sie stoppen, oder es droht uns das gleiche Schicksal. Aber wie? Wiedereinführung der D-Mark?
doctor manhattan 11.05.2010
4. Da ich
mit 1,20 zu Beginn der nächsten Woche rechne hole ich mir erstmal eine Hand voll Dollar…
zeitmax 11.05.2010
5. Typisch Fachidiot
":...bei Gold ist schon ein Höchstpreis erreicht" Nein, der Goldwert ist geblieben - nur die kaputten Währungen sind stark dagegen gefallen, so daß in diese ein höherer Papiergeldpreis bezahlt werden muß. Und er wird kräftig weiter steigen! Das war bisher alle paar Jahrzehnte in jeder Zineszins-Währung der Fall... (der Dollar ist hier kein Gegenargument, da er mit unsaubersten Tricks gepäppelt wurde und wird).
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